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Da kommt nur Regionales in die Tüte

Kolja Schümann, Thomas Schäfer, Wolfgang Eissler, Eckhart Wizemann und Landrat Joachim Walter verkosten die Tü-Bio-Milch. Frau Fimpel betreut die Verkostungsaktionen ab September in den Verkaufsstellen. © VIELFALT e.V.

Bei einem Pressetermin auf dem Birkenhof/Bodelshausen der Familie Schäfer konnten sich Landrat Joachim Walter, der stellvertretende Bürgermeister von Bodelshausen Rieker im Gefolge seines Hauptamtsleiter King und zahlreiche Pressevertreter davon überzeugen, dass sich Regionalität, Qualität, Geschmack und Naturschutz durchaus auch mal in Kunststoff verpacken lassen.
Einleitend berichtete Landrat Joachim Walter in seiner Funktion als Vorsitzender des Vereins VIELFALT, dass im Zeitraum 2013-2017 rund 1 Million Euro aus dem Landesprogramm PLENUM in unserem Landkreis sehr sinnvoll und gezielt investiert wurden. Insgesamt konnten so Maßnahmen im Umfang von rund 2,4 Millionen Euro realisiert werden, die dem Naturschutz, der Landschaftspflege und den Menschen in unserem Landkreis zu Gute kommen. Dabei ginge es stets darum, durch Anschubfinazierungen Projekte zu ermöglichen, die helfen, unsere schöne Kulturlandschaft in ihrer Vielfalt zu erhalten. Besonders erfreut zeigte sich der Landrat, wie perfekt gerade das TüBIo-Projekt zur Philosophie von PLENUM passe. Mit einem kurzen Überblick über die PLENUM-Projekte des laufenden Haushaltsjahres verdeutlichte er, wie auch sonst mit vielen investiven Maßnahmen – etwa in den Bereichen Landwirtschaft/Naturschutz und Landwirtschaft/Vermarktung – günstige Voraussetzungen geschaffen werden, um getreu dem Motto „Schützen durch Nützen“ Wirtschaftsweisen zu erhalten, die dereinst den Artenreichtum bei uns schufen.
Dass der Landkreis Tübingen als letztes PLENUM-Gebiet auch in puncto Soziales Maßstäbe setzt, verdeutlichte Herr Walter in Hinblick auf verschiedene „Inklusionsprojekte“ im Naturschutz. Gerade Aufgaben in Landschaftspflege und Regionalvermarktung würden bei PLENUM von Partnern wie AiS gGmbH und Insiva GmbH genutzt, um sinnstiftende Tätigkeiten und neue Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung, Langzeitarbeitslose und psychisch kranke Menschen auszugestalten.
Thomas Schäfer erklärte stellvertretend für die Tübinger Biobauernmilch GmbH, von der auch die Herren Witzemann und Eissler zugegen waren, warum man sich zusammen getan hat, um den Menschen im Landkreis Tübingen ihre „eigene regionale Milch“ kontinuierlich anbieten zu können. Ausgangspunkt einer bewegten Geschichte war die Schließung der beliebten Tübinger Stadtmolkerei im Jahr 2009. Schäfer und Kollegen wollten es schlichtweg nicht zulassen, dass es fortan keine Biomilch mehr aus der Region geben sollte. Obwohl der Vorgänger aus Rationalisierungsgründen geschlossen worden war, gründeten fünf Bauern aus dem Landkreis Tübingen Anfang Juni 2010 die Tübinger Bio-Bauernmilch GmbH. Damit kamen sie dem Wunsch der Verbraucherinnen und Verbraucher nach, die Nahversorgung mit Biomilch zu gewährleisten. Es wurde viel gewagt und investiert, um die eigene Molkerei auf die Beine zu stellen.
Gewagt war vielleicht auch die Wahl der Verpackung, denn für viele ist es zunächst einmal befremdlich, wenn ein Bioprodukt in einer „Plastiktüte“ daherkommt. Es braucht schon ergänzende Erklärungen damit klar wird, dass so die Umwelt geschont und die Milch ohne Kleckern ins Glas gebracht wird. Die Verpackung ist, entgegen des ersten Eindrucks, nicht aus reinem Kunststoff, sondern besteht zu 40 % aus Kreide! Sie ist zudem ein Leichtgewicht, das im Vergleich zu anderen Ein- und Mehrwegverpackungen weniger Müll erzeugt und Energie einspart. Weichmacher und Ähnliches kommen nicht in die Tüte – dafür Regionalität pur!
Kolja Schümann, Geschäftsführer von VIELFALT e.V., erklärte dann, wie der Verein mit Hilfe des PLENUM-Programms die Biopioniere unterstützen konnte. Da der Absatz stagnierte und die für einen nachhaltigen Erfolg erforderlichen Marken nicht erreicht werden konnten, wurde dem ambitionierten Projekt im Jahr 2015 mit PLENUM-Mitteln unter die Arme gegriffen. Die GmbH hat eine Marketingagentur arrangiert, die ein Marketingkonzept erarbeitet hat, um darauf aufbauend Kundenakquise und Verkaufsförderung zu professionalisieren. Auf dieser soliden Basis arbeiten Schäfer und Co weiter und sind mit neuer personeller Unterstützung durch Frau Fimpel selbst mit Promotionaktionen in den Märkten unterwegs oder briefen das Verkaufspersonal zu den Vorzügen des Produkts.
Alle Anwesenden zeigten sich sehr erfreut, dass die verkaufte Milchmenge seit Projektbeginn (2015) von 200.000 auf 300.000 Liter Milch/Jahr gesteigert, und damit ein guter Schritt auf dem Weg zur Zielmarke von 400.000 Liter Milch/Jahr geschafft werden konnte.
Wie seine Vorredner betonte auch Herr Schümann, dass der Erhalt der Kulturlandschaft und ihrer Lebensraum- und Artenvielfalt nur möglich sei, wenn wir auch eine vielfältig Nutzung aufrechterhalten. Da sich die Nutzung wiederum nur behaupten könne, wenn auch die Wertschöpfung stimmt, sei es besonders wichtig, unsere gebeutelten Milchbauern zu unterstützen. Auch im Landkreis habe nach Angaben des Statistischen Landesamtes im Zeitraum von 2008 bis 2017 die Zahl der Betriebe, die Kühe halten, von 109 auf 86 Betriebe abgenommen. Schümann brachte es mit Blick auf das extensive, artenreiche Grünland auf die einfache Formel, dass die Bewirtschaftung nur Sinn mache, wenn auch jemand da sei, der es frisst.
Abschließend verdeutlichte er das Ansinnen des Vereins, die regionalen Erzeuger mit ihren qualitativ hochwertigen Produkten in Erzeugung, Produktion und Vermarktung zu unterstützen und den Verbrauchern im Landkreis Tübingen den Zugang zu einer schönen Produktpalette zu ermöglichen. Nicht ohne Stolz spielte er dabei auf eine Liste der „PLENUM-Produktfamilie“ an, in der man inzwischen von Apfelchips, über Eier, Gemüse, Honig, Linsen, Mehl, Moscht, Säften, Schnaps und Wein bis hin zum Ziegenfell sehr viele schöne Dinge findet. Da dürften Milch und am besten auch noch Milchprodukte auf keinen Fall fehlen.
Nachdem Herr Landrat Walter einen begeisterten Vorkoster gegeben hatte, überzeugten sich alle Gäste auf dem Birkenhof, dass die Milch hervorragend schmeckt. So unbehandelt und naturbelassen fast schon eine Art „weißer Zaubertrank“, der von „unbeugsamen“ Milchbauern nun weit über den Landkreis Tübingen hinaus bis in den Stuttgarter Raum getragen wird. Wer mag da nicht an die Abenteuer anderer tapferer Krieger denken…
Wenn Sie mehr über TüBio erfahren wollen, werden Sie unter http://www.tue-bio.de/ fündig.

Bericht zur öffentlichen Führung: Rebhuhn-Schutzprojekt im Landkreis Tübingen zieht positive Zwischenbilanz

Interessierte betrachten unter Anleitung von Frau Geißler-Strobel einen Stoppelacker
Interessierte bei der Rebhuhn-Führung. © VIELFALT e.V.

Im Sommer blühen auf mehrjährigen Brachflächen Sonnenblumen, Gelber Steinklee und weitere Pflanzen. In den Wintermonaten fallen abgesägte Bäume und Sträucher vielen Menschen ins Auge. Doch was hat es mit den Blühbrachen und der Heckenpflege im Landkreis Tübingen auf sich? Beides sind wichtige Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn.


Bei einer öffentlichen Führung am Freitag, 3. August, stellte Karin Kilchling-Hink, Leiterin des Rebhuhn-Schutzprojekts im Landkreis Tübingen, Schutzmaßnahmen für die bedrohten Feldvögel vor. Ausgehend von der Uhlandhalle in Rottenburg-Wurmlingen führte der zirka zweieinhalbstündige Spaziergang die rund ein Dutzend interessierten Gäste zu Niederhecken, Blühbrachen und Stoppeläckern. Die Biologin erklärte, wo Rebhühner leben, wie sie ihre Jungen aufziehen und warum die Tiere vom Aussterben bedroht sind. Für 2018 gab es positive Nachrichten: Die Rebhuhnbestände haben sich dank der Schutzmaßnahmen leicht erholt.

VIELFALT e. V.  ist eng in die Umsetzung des Vorhabens eingebunden und berät, gemeinsam mit dem Landratsamt und mit Unterstützung der Projektbeteiligten von NABU und Initiative Artenvielfalt Neckartal (IAN), Landwirte und Kommunen. Dieser Schritt ist entscheidend, um auf der Basis der fachlich fundierten Maßnahmenkonzeption, die im Rahmen des Vorhabens erarbeitet wurde, die richtigen Maßnahmen an den richtigen Orten umzusetzen. Hierbei ist der Erfolg des Vorhabens maßgeblich von der Bereitschaft unserer Landwirte abhängig, die sich erfreulich rege beteiligen. So konnten in den vergangenen drei Jahren insgesamt 30 ha Blühbrachen angelegt werden, die exakt auf die Ansprüche der Feldhühner abgestimmt sind. Auch die Heckenpflege funktioniert nur in enger Zusammenarbeit mit Landwirtschaft und Kommunen.

Das mit Landesmitteln des Naturschutzprojektes PLENUM über den Verein geförderte NABU-Projekt „Rebhuhnschutz im Landkreis Tübingen“ ermöglicht auf diese Weise vor Ort die Umsetzung von Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn und viele weitere bedrohte Feldvögel.



Mehr Infos zum Projekt unter www.NABU-Vogelschutzzentrum.de/rebhuhn

 

Wettbewerb "swt-Umweltpreis" mit 30.000 Euro Fördermittel

Die Stadtwerke Tübingen laden auch dieses Jahr zur Teilnahme am Wettbewerb "swt-Umweltpreis" ein. Gemeinnützige Gruppen, Vereine, Schulen und ökologische Initiativen können sich unter www.swt-umweltpreis.de mit einem Projekt bewerben. Dabei soll es sich um ein regionales Projekt handeln, das vor Ort einen Beitrag zum Umweltschutz leistet.

Die ersten 20 Bewerber bekommen eine Basisspende in Höhe von 250 Euro.

Die Online-Abstimmung beginnt am 16. Oktober. Zehn Projekte werden mit Preisgeldern zwischen 500 und 3.000 Euro gefördert.

Bei Fragen stehen die Homepage der Stadtwerke und das Hilfeteam von Social Value (0221 67774683) zur Verfügung!

Honigschleudern an der Burghofschule Ofterdingen

Am 05.07.2018 konnten die Schüler der Imker-AG an der Burghofschule nicht nur selbst bei der Honigverarbeitung helfen, sondern auch den dabei gewonnen leckeren Honig probieren.
Der Freundeskreis der Schule hatte im vergangenen Jahr bereits gemeinsam mit PLENUM die Erstausstattung für die neu gegründete Imker-AG gefördert. Seitdem sind die Schüler fleißig am Werk und besuchen zusammen mit dem Revierförster und Imker Reinhold Gerster sowie den betreuenden Lehrkräften Olaf Schneider und Karin Münziger regelmäßig die schuleigenen Bienenvölker. Im letzten Jahr konnten dabei rund 25 kg Honig gewonnen werden – in diesem Jahr wird die doppelte Ausbeute erwartet. Die Schüler der Imker-AG lernen neben der Honigverarbeitung auch mehr über die fleißigen Honigbienen selbst sowie über die Vielfalt und ökologische Bedeutung von Wildbienen. Die vergleichsweise neue Imker-AG reiht sich in ein inzwischen breites Umweltbildungsangebot der Schule ein. So verfügt die Burghofschule nicht nur über ein Waldprojekt, sondern auch über ein Streuobstwiesenprojekt bei welchem in den vergangenen Jahren auch ausgebildete Streuobstpädagogen mit den Schülern auf den Streuobstwiesen in Ofterdingen allerhand über die Artenvielfalt in dieser wertvollen Kulturlandschaft sowie über die Verwertungsmöglichkeiten von Streuobst gelernt haben.

Zusammen für das Rebhuhn im Landkreis - 2. "Runder Tisch Rebhuhn"

Im Rahmen des 2. "Runden Tisch Rebhuhn" wurde zuerst eine Maßnahmenfläche besichtigt, anschließend wurde im Sonnenzentrum rege diskutiert, welche weiteren Aktivitäten für das Rebhuhn sinnvoll sind. © VIELFALT e.V.


Am 25.06.2018 fand der 2. "Runde Tisch Rebhuhn" in Oberndorf statt. Zuerst wurde eine Maßnahmenfläche besichtigt, anschließend tauschten sich Vertreter aus Naturschutz, Landwirtschaft, Forst und Jägerschaft darüber aus, wie es aktuell um das Rebhuhn im Landkreis bestellt ist und welche weiteren Aktivitäten sinnvoll sind.

Viele engagierte Jäger, Landwirte und Naturschützer setzen sich seit Jahren für das Rebhuhn ein. Auch VIELFALT e.V. bemüht sich gemeinsam mit diesen Akteuren und dem Landratsamt Tübingen darum, Maßnahmen für den Schutz und die Förderung des Rebhuhns und anderer typischer Feldvogelarten voranzubringen. Diese Bemühungen sind 2017 in ein Projekt des NABU-Vogelschutzzentrums Mössingen gemündet. Unmittelbares Ziel ist die von Landwirtschaftsbetrieben freiwillig und finanziell auskömmlich durchgeführte „Rebhuhn-freundliche“ Bewirtschaftung einer deutlich zunehmenden Zahl von Ackerflächen. Dabei werden mehrjährige Blühbrachen angelegt, die speziell auf die Ansprüche der seltenen Feldhühner angepasst sind (sogenannte "Göttinger Mischung"). In Kombination mit der regelmäßigen Pflege von Feldhecken, welche wichtige Rückzugsorte für Rebhühner darstellen, helfen diese Schutzmaßnahmen den Tieren ihren Bestand zu halten oder sogar zu erweitern.

Aktuelle Kartierergebnisse zeigen eine erfreuliche Bestandsentwicklung und deuten auf erste Erfolge der umgesetzten Maßnahmen hin. 2017 konnte sich der Bestand mit 34 Revieren auf dem (niedrigen) Niveau von 2015 halten. 2018 wurden bereits 61 Reviere innerhalb der Landkreisgrenze registriert. Ein toller Erfolg, der dazu ermuntert die Umsetzung der Maßnahmenkonzeption weiter voran zu bringen und dabei optimistisch nach vorne zu blicken!

Langfristig kann eine Gesamtpopulation jedoch erst ab einem Bestand von mehr als 250 Rebhühnern als gesichert gelten – gemeinsam gibt es also noch einiges zu tun.

Mehr über das Projekt finden Sie auf der Homepage des NABU Vogelschutzzentrums:
https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/projekte-partner/plenum-projekt-rebhuhn/

Auch auf Landesebene bewegt das Gemeinschaftsprojekt von LAZBW Wildforschungsstelle und Landesjagdverband Baden-Württemberg e.V. „Allianz für Niederwild“ viel Positives in Sachen Rebhuhnschutz. Nähere Infos zu diesem Projekt finden sich unter:
https://www.landesjagdverband.de/projekte/allianz-fuer-niederwild/das-projekt/

Fernsehbeitrag zum Spitzberg bei SWR "natürlich!"

In der SWR-Fernsehreihe "natürlich!" vom 5.6. wird der Spitzberg - "ein Eldorado für Tier- und Pflanzenarten" - vorgestellt.
Auch die wissenschaftlichen Erfassungen, die zum aktuellen PLENUM-Projekt "Spitzberg-Buch" führen, werden dort erläutert. In diesem Buch sollen unter anderem die Ergebnisse der aktuellen Erfassungen von ausgewählten Tiergruppen mit der letzten umfassenden Arbeit aus dem Jahre 1966 verglichen werden. Solche Vergleiche liefern die entscheidende Basis, um zukünftige Naturschutzanstrengungen effektiv zu gestalten.

Hier gelangen Sie zum Fernsehbeitrag.

Neue Bienenfreuden und Bienenfreunde bei der JVA Rottenburg

Hr. Brüssel (Mitte links) hat die neuen Völker bei Bio-Imker Hr. Markowis erworben (links). Hr. König vom Bezirksverein der Imker Rottenburg e.V. (Mitte rechts) und Hr. Schümann von VIELFALT e.V. (rechts) überzeugen sich vom guten Saisonauftakt der Bestäuber. © VIELFALT e.V.


Am 8. Mai wurde die PLENUM-geförderte Imkereiausstattung an Herrn Späth von der Justiz- und Vollzugsanstalt in Rottenburg offiziell übergeben. Mit den zusätzlich sechs Völkern, wird ein sehr gut nachgefragtes umweltpädagogisches Angebot ausgebaut.
Johannes Späth von der Anstaltsleitung begleitet gemeinsam mit dem Initiator des Projekts, Herrn Gerhard  Brüssel von der Straffälligenhilfe und Sozialberatung Südwürttemberg-Hohenzollern e.V., die Straffälligen praktisch bei der Arbeit mit den Bienen innerhalb und außerhalb der Gefängnismauern. Dabei erlebt er regelmäßig, wie diese Arbeit den Inhaftierten gut tut. Die Straffälligenhilfe bietet mit der Imkerei eine Freizeitgestaltungsmöglichkeit mit der die Resozialisierung von Inhaftierten gefördert wird, die sich sonst aus individuellen Gründen kaum aus Ihren Zellen begeben. Ihnen wird durch fachmännische Anleitung die Möglichkeit gegeben, sich mit den Insekten und deren Funktion im Ökosystem Streuobstwiese zu befassen. Sie übernehmen schon bei einfachen Arbeitsschritten Verantwortung und erleben die Erfolge der Bienen und der eigenen Arbeit. Vorerfahrungen mit den Bienenvölkern innerhalb der Mauern zeigen, dass sich die Menschen von den Bienen in ihren Bann ziehen lassen und Begeisterung an dieser regelmäßigen Tätigkeiten zeigen. Zudem freut man sich über die willkommene Abwechslung im Speiseplan, wenn „geerntet“ wird.
Das Projekt geht Hand in Hand mit der Pflege und Inwertsetzung der JVA-eignen Streuobstwiesen durch die landwirtschaftliche Arbeitsgruppe. Der Arbeit in den Obstwiesen sichert deren Fortbestand und ein kontinuierliches Blütenangebot. In diesem Frühjahr, konnten sich die Bienen an der Blütenexplosion der Obstbäume laben und im Laufe des Jahres profitieren sie vom vielseitigen Nektar- und Pollenangebots der blumenbunten Wiesen.
 
Die VIELFALT-Geschäftsstelle freut sich über ein weiteres, gelungenes Förderprojekt, das sich zugleich der Bewusstseinssteigerung für unsere Kulturlandschaft und somit dem Erhalt der Streuobstwiesen im Landkreis Tübingen widmet.

Noch mehr Genuss am „Früchtetrauf" – Mössingen eröffnet zwei neue Premium-Spazierwanderwege

Am Sonntag, 06. Mai um 11Uhr, wurden die neuen „Premium-Spazierwanderwege“  Streuobstwegle (3,6 km – ca. 1 Stunde) und  Leisawegle (4,8 km – ca. 1,5 Stunden) durch Oberbürgermeister Michael Bulander und Landrat Joachim Walter offiziell eröffnet. Jochen Becker vom deutschen Wanderinstitut überreichte den beiden Würdenträgern feierlich die Urkunden. Mit den Zertifikaten bescheinigte Becker die besonderen Qualitäten beider Routen, von denen er sich sichtlich begeistert zeigte. Musikalische Umrahmung und heitere Atomsphäre machten die Zeremonie am gemeinsamen Ausgangspunkt der Wegle, dem Wanderparkplatz „Linden“ südostlich von Mössingen, zu einem sehr schönen Genussauftakt. Planung und Umsetzung wurden mit verschiedensten Beteiligten langwierig und intensiv – aber stets konstruktiv, wie Oberbürgermeister Bulander betonte – abgestimmt und durch PLENUM Tübingen gefördert.
 
Eingebettet wurde die Veranstaltung in einen gemeinsamen Aktionstag mit dem Netzwerk Streuobst und NABU Mössingen. So gab es bei herrlichem Wetter viele Möglichkeiten die Natur zu erleben: ob Baden im Blütenmeer mit interessanten Informationen zum Thema Streuobstwiesen, ein Blick ins Ökomobil beim NABU-Vogelschutzzentrum oder einfach dem Genießen der Landschaft bei einer kurzen Kutschfahrt. Zahlreiche Gäste machten sich auch bei geführten Wanderungen direkt auf den Weg zum Landschaftsgenuss.

Glücklich und zufrieden mit den Urkunden in der Hand -  Oberbürgermeister Michael Bulander (links) und Landrat Joachim Walter  © VIELFALT e.V.
Zahlreiche Gäste machten sich bei geführten Wanderungen direkt auf den Weg zum Landschaftsgenuss. ©  VIELFALT e.V.

Den Landkreis genießen

Die Broschüre zur Veranstaltungsreihe; © Landratsamt Tübingen

„Den Landkreis genießen“ – so lautet das Motto einer Veranstaltungsreihe, mit der der Landkreis Tübingen, der Verein VIELFALT e.V. und viele regionale Erzeuger auf eine kulinarische Reise durch die Heimat einladen. Neben einer Vielzahl an Lebensräumen für Tier- und Pflanzenarten verfügt der Landkreis Tübingen auch über eine große Vielfalt an nachhaltig erzeugten Produkten. Mit Können und Herzblut stellen Familienbetriebe und Kleinerzeuger hochwertige Produkte her und leisten damit einen erheblichen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft und naturschutzrelevanter Flächen.
 
Bei 20 Einzelveranstaltungen rund um den regionalen Genuss können Erzeugerbetriebe, Höfe und Regionalläden, aber auch Streuobstwiesen und Weinberge besichtigt und hautnah erlebt werden. Die Teilnehmer erfahren in authentischer Atmosphäre, wer hinter den Produkten steckt und wie sie hergestellt werden. Neben Kostproben gibt es auch wertvolle Tipps zur Verwendung und Weiterverarbeitung der heimischen Produkte.
„Mit dieser Veranstaltungsreihe möchten wir den Menschen im Landkreis die Schaffenskraft unserer Erzeugerbetriebe näher bringen. Dabei kann man die Verbindung von Tradition, Gaumenfreude und Natur erleben und gleichzeitig erfahren, welche große Bedeutung die Arbeit der Betriebe für den Erhalt unserer Kulturlandschaft hat“, betont Landrat Joachim Walter.
 
In der Broschüre der Veranstaltungsreihe (7,769 MiB) finden Sie alle Termine, teilnehmende Betriebe und Informationen zur Anmeldung zu den Veranstaltungen.

UM-NABU-Förderprojekt „Natur nah dran“ (Biologische Vielfalt in Kommunen)

Durch das Förderprojekt „Natur nah dran“ werden jährlich Projekte für mehr biologische Vielfalt in Kommunen gefördert. Alle Kommunen im Land, die noch keine Förderung im Rahmen von „Natur nah dran“ erhalten haben, können sich dafür jährlich bis zum 31. Dezember bewerben, also für die aktuelle Bewerbungsrunde noch bis zum 31.12.2018. Dazu müssen das ausgefüllte Bewerbungsformular, ein kurzes Motivationsschreiben und ein einfacher Ausschnitt des Ortsplans mit den gekennzeichneten Maßnahmenflächen eingesandt werden. 2018 war die Gemeinde Kusterdingen unter den Gewinnern.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des NABU Baden-Württemberg.

29. Zwiefalter Naturfonds-Wettbewerb

Vor mehr als 25 Jahren hat Zwiefalter Klosterbräu den Zwiefalter Naturfonds ins Leben gerufen. Unter dem Motto „Wir schützen unsere Natur und Umwelt“ soll der ehrenamtliche Einsatz für einen nachhaltigen Natur- und Umweltschutz in der Region honoriert werden. So gibt es nun bereits zum 29. Mal für Umweltprojekte in der Region 5.000 Euro zu gewinnen.

Einsendeschluss für den Naturfonds-Wettbewerb ist der 31.12.2018.
Weitere Informationen finden Sie unter zwiefalter.de.

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