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Regionalvermarktung

Wer wird gefördert?
Unsere Partner in der Regionalvermarktung zeichnen sich durch Ihren Beitrag zum Natur- und Landschaftsschutz im Landkreis Tübingen aus. Die PLENUM-Förderung setzt voraus, dass die Betriebe mindestens 10% Extensivflächen im Verhältnis zum Betriebszweig des jeweiligen Produktes bewirtschaften. Dies wird über die Pflege von Streuobstwiesen, artenreichem Grünland, Blühflächen, Flachlandmähwiesen oder geschützten Biotopen gewährleistet (z.B. 1 ha Streuobst bei 10 ha Getreide). Zudem legen alle unsere Partner Wert auf Gentechnikfreiheit - ob bio oder konventionell. PLENUM fördert diese Betriebe im Bereich Produktverarbeitung und -vermarktung. In diesem Sinne ist auch die PLENUM-Produktfamilie entstanden. Sie besteht aus Produkten unserer Partnerbetriebe und darüber hinaus aus weiteren Produkten, die unsere Erzeugungskriterien (285,7 KiB) ebenfalls erfüllen.

Was wird gefördert?
Um die Verwertung des Streuobstes und somit die weitere Bewirtschaftung von Streuobstwiesen im Landkreis Tübingen zu sichern, fördert PLENUM Maßnahmen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit/Marketing sowie die Anschaffung von verschiedenen Gerätschaften, die zur höchsten Veredelung des Obstes notwendig sind. Dazu zählen neue Brennerei- oder Mostereianlagen, aber auch einzelne Bauteile, um eine Brennerei- oder Mostereianlage weiter betreiben zu können oder eine Qualitätsverbesserung herbei zu führen. Darüber hinaus kann auch die Anschaffung von Geräten und Maschinen, die während des Verarbeitungsprozesses benötigt werden (Passiermaschinen, Maischepumpen, Filter etc.) bezuschusst werden. Nicht nur die Verwertung von Streuobst, sondern auch von anderen vergleichbar extensiven Kulturarten im PLENUM-Sinn kann förderwürdig sein.

Beispielprojekte unserer Landwirte

Eine Obstauflesemaschine für den Bioland-Betrieb "Maierhof" - Familie Truffner, Bieringen

Als einer der ältesten Bioland - Betriebe im Landkreis Tübingen (seit mehr als 30 Jahren) bietet der Maierhof überwiegend eigene Produkte an. Zu den Produkten gehören Getreide (Dinkel, Emmer, Weizen, Roggen) und deren Mehlprodukte, sowie Apfelsaft, Most und Hochprozentiges aus eigenen naturschutzfachlich gepflegten Streuobstbeständen - hier kommt auch die von PLENUM geförderte Obstauflesemaschine zum Einsatz. Für den Betrieb spielt neben dem biologischen Anbau auch der Erhalt alter Sorten eine wichtige Rolle. Im Streuobst werden z.B. Apfelsorten wie Hilde, Fleiner oder Odenwälder und auf den Äckern seit über 10 Jahren Original Alb-Linsen (''Albleisa") für die Erzeugergemeinschaft ''Albleisa“ angebaut. Dabei kommen verschiedene Stützfrüchte zum Einsatz. Eine Besonderheit unter den Stützfrüchten stellt der Leindotter dar, welcher nach der Reinigung zu bekömmlichem Leindotteröl gepresst wird. Ergänzt wird diese Vielfalt an Kulturarten durch sechs Sorten Kartoffeln.
Familie Truffner beliefert Bäckereien, Hofläden, Vermarkter, viele Privatkunden ab Hof, sowie zahlreiche PLENUM-Partner. Wer den Maierhof selbst besuchen möchte, findet ihn direkt an der „Vespertour“ des Landkreises Tübingen.

Entdecken Sie die Vespertouren unter www.tuebinger-umwelten.de/vesper-tour


Beispielprojekte unserer Handwerksmeister

Herr Kienzlen zeigt die Dinkelentspelzmaschine in seiner Mühle
Die PLENUM-geförderte Dinkelentspelzmaschine in der Getreidemühle Kienzlen; © VIELFALT

Eine Dinkelschälanlage für TÜKORN

Die Erzeugergemeinschaft TÜKORN besteht aus drei Landwirten, einer Mühle und vier Bäckereien. Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, Dinkelprodukte (vom Korn bis zum Brot) innerhalb einer lokalen Wertschöpfungskette herzustellen. Die Landwirte bewirtschaften ihre Felder in einer mehrgliedrigen Fruchtfolge, wodurch der Bedarf an Pflanzenschutzmittel auf ein Minimum sinkt. Zudem verzichten sie auf Wachstumsregler, legen Lerchenfenster an und beteiligen sich am Rebhuhn-Schutzprojekt. Neben dem naturnahen Anbau gibt es weitere Vorteile für Natur und Umwelt: Erhalt der Kulturlandschaft, kurze Transportwege, hohe Produktqualität und Förderung der Regionalentwicklung.
PLENUM hat das Projekt bereits 2013 bei der Erstellung von Werbemaßnahmen, später bei der Anschaffung einer Dinkelentspelzmaschine begleitet.  

Hier gelangen Sie zu TÜKORN: www.tuekorn.de
Hier erfahren Sie mehr zum Rebhuhn-Schutzprojekt: www.vielfalt-kreis-tuebingen.de/Rebhuhnschutz

Der Kellermeister Stefan Haderlein bei der Arbeit in der neuen Kelter
Der Kellermeister Stefan Haderlein bei der Arbeit in der neuen Kelter; © Koch/Haderlein

Keltergerätschaften für den ökologischen Weinbau Sabine Koch und Stefan Haderlein, Unterjesingen

Das kleine Unterjesinger Ökoweingut  hat sich vom lokalen Pionier zu einem gut etablierten öko-zertifizierten Betrieb mit fast 2 ha Fläche entwickelt. Auf den Einsatz von Herbiziden, Insektiziden und Kunstdünger im Weinberg wird vollständig verzichtet. Neben klassischen Rebsorten wie Spätburgunder und Riesling werden deshalb auch neue robuste, sogenannte Piwi-Rebsorten, wie Regent und Cabernet Blanc angebaut und größtenteils direkt im eigenen Verkaufsraum vermarktet. Darüber hinaus öffnet der Betrieb für 4 Tage im Jahr seine Besenwirtschaft, ist auf Märkten vertreten (z.B. Regionalmarkt in Tübingen) und bietet auf Anfrage auch Weinbergführungen an.
 
Neben der ökologischen Bewirtschaftung der Weinberge erhält und schafft das Ökoweingut zudem Biotope für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. So werden z.B. Randbereiche extensiv bewirtschaftet oder Trockenmauern angelegt und gepflegt.
 
Um den Betrieb zu erweitern und zu professionalisieren wurde in den letzten Jahren vor allem in moderne Kellertechnik investiert und mit PLENUM-Förderung eine Traubenpresse und Abbeermaschine angeschafft. Im neuen Kelterhaus können auch andere Kleinwinzer ihre Biotrauben keltern bzw. zu Bio-Wein ausbauen lassen.
 
Hier erfahren Sie mehr über das Ökoweingut Koch: http://www.koch-unterjesingen.de/


Einer für alle, alle für die Kulturlandschaft - Streuobstverarbeitung im Lohn

Herr Helmut Lutz vor seiner 2016 durch PLENUM geförderten Brennerei.
Die PLENUM-geförderte Brennerei der Familie Lutz; © Martin Lutz

Erneuerung der Brennereianlage der Lohnbrennerei Lutz - Heimgartenhof, Ofterdingen

Als Lohnbrennerei bietet Familie Lutz zahlreichen Stücklesbesitzern die Möglichkeit, das eigene Streuobst zu veredeln. Dadurch wird der Erhalt der Streuobstwiesen gefördert und man profitiert nicht nur von einer wunderschönen Landschaft, sondern auch vom einzigartigen Geschmack des eigenen Streuobstes. Das Angebot des Einmaischens und Lohnbrennens wurde in den letzten Jahren so gut wahrgenommen, dass die Brennereianlage verschliss und eine Erneuerung unabdingbar war. Damit auch in Zukunft qualitativ hochwertige Brände hergestellt werden konnten, hat PLENUM die Anschaffung einer neuen Anlage gefördert.

Erfahren Sie mehr über die Brennerei: www.heimgartenhof.de/edelobstbrennerei

Erneuerung der Verarbeitungsanlagen der Lohnmosterei Reichert, Neustetten-Remmingsheim

Die Mosterei Reichert verarbeitet seit über 30 Jahren Streuobst zu Saft. Hierbei wird zum größten Teil im Lohn gemostet und damit großflächig Streuobst erhalten. Im Zuge der langjährigen Benutzung mussten in den vergangenen Jahren mehrere Anlageteile erneuert werden. Ein Separator, ein Pasteur, eine Bag-in-Box - Abfüllanlage, eine Dickmaischepumpe, ein Elevator und eine Mühle wurden mit PLENUM-Förderung ersetzt.  

Somit kann die Mosterei auch weiterhin in hoher Qualität Streuobst für Gütlesbesitzer verarbeiten und zum Erhalt der Tübinger Kulturlandschaft beitragen.


PLENUM-geförderte Verkaufsstellen

Der Speicher in Tübingen – Umgedacht

Nähre Informationen folgen in Kürze

Erfahren Sie mehr über den Speicher: www.speicher-tuebingen.de

Das Café Pausa, Mössingen

Eröffnet seit März 2018
Erfahren Sie mehr zum Café Pausa: www.moessingen.de/cafepausa

Erfahren Sie mehr über den Betreiber: www.arbeit-in-selbsthilfe.de

Der Regionalladen in Rottenburg

Neueröffnung im Laufe des Jahres 2018

Erfahren Sie mehr über den Betreiber: www.arbeit-in-selbsthilfe.de

Der Verkaufsraum von Familie Baur mit Edelbränden
PLENUM-gefördertes Verkaufsregal; © Baur

Edelobstbrennerei Baur, Ergenzingen

Der BIOLAND-zertifizierte Betrieb Baur stellt rund 30 verschiedene Edelbrände und Liköre aus Streuobst und biologisch bewirtschafteten Obstanlagen her. Damit die Fülle an Rohstoffen über einen längeren Zeitraum verarbeitet werden kann, wurde eine PLENUM-geförderte Kühl- und Gefrierzelle angeschafft. Die hochwertigen Destillate werden hauptsächlich direkt vor Ort vermarktet. Um den Konsumenten den Zugang attraktiver zu gestalten, wurde zudem ein professioneller Verkaufsraum eingerichtet und das Corporate Design aufgefrischt.

Das Regioregal der INSIVA

Diesen Beitrag finden Sie hier


Die PLENUM-Produktfamilie

Ein Produktkorb mit Streuobstsäften, Secco, Bränden, Wein, Marmelade und Milch. Im Hintergrund eine beweidete Streuobstwiese.
Einige Mitglieder der PLENUM-Produktfamilie; © VIELFALT

Was sind PLENUM-Produkte?
Infos dazu gibt es hier. (1,669 MiB)

Welche Produkte gehören zur PLENUM-Produktfamilie?
Alle Mitglieder finden Sie hier. (741,5 KiB)

Woran erkenne ich PLENUM-Produkte?
 Am PLENUM-Aufkleberchen.

Wo kann ich PLENUM-Produkte kaufen?
Direkt bei den Erzeugern, im Speicher (Tübingen), im Café Pausa (Mössingen), am Kastanienhof (Bodelshausen) und im Regional-Laden (Rottenburg).

Was zeichnet PLENUM-Produkte aus?
Unsere Familienmitglieder erfüllen besondere Ansprüche an eine nachhaltige Erzeugung:

  • Die Erzeuger / Erzeugergemeinschaften bewirtschaften im Verhältnis zum Betriebszweig des Produktes 10% Fläche am Betrieb extensiv (z.B. 1 ha Streuobst bei 10 ha Getreide)
  • Monoprodukte qualifizieren sich mit einem Herkunftsanteil von 80 % und Mischprodukte mit einem Hauptbestandteil von mindestens 60 % von Tübinger Flächen.
  • Die Verwendung von gentechnisch veränderten Zutaten ist bei biologisch und konventionell erzeugten Produkten ausgeschlossen.
  • Zudem dürfen Drittlandswaren lediglich in Spuren zugefügt werden.
  • Nähere Informationen zu den PLENUM-Erzeugungskriterien finden Sie hier (282,6 KiB).

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