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Aktuelles

Finanzielle Unterstützung für den Erhalt der Kulturlandschaft im Landkreis Tübingen:

Jetzt PLENUM-Förderung für 2024 beantragen!

Wer bis 20. Dezember 2023 eine Förderanfrage an das PLENUM-Team in der VIELFALT-Geschäftsstelle richtet und bis zum 31. Januar 2024 seine vollständigen Antragsunterlagen einreicht, hat gute Chancen, 2024 für seinen Einsatz für den Erhalt der Kulturlandschaft im Landkreis Tübingen finanzielle Unterstützung vom Land Baden-Württemberg zu bekommen. Über das Landesprogramm PLENUM („Projekt des Landes Baden-Württemberg zur Erhaltung von Natur und Umwelt“) können hier im Landkreis seit 2013 Projekte unterstützt werden, die dazu beitragen, die Biodiversität unserer Kulturlandschaft durch naturschonende Bewirtschaftung zu bewahren. Über 390 Projekte aus den Bereichen Landwirtschaft, Weinbau, Landschaftspflege, Naturschutz, Obst- und Gartenbau etc. konnten bisher im Landkreis Tübingen mit über 2,2 Millionen Euro gefördert werden. Ein Überblick zu den Projekten bis Ende 2021 finden sich auf der Homepage der LUBW. VIELFALT e.V. unterstützt Privatpersonen, Landwirte, Gewerbetreibende, Initiativen, Vereine, Kommunen und andere dabei, Fördermittel aus dem Landesprogramm zu beantragen. Hierbei wird mit der VIELFALT-Geschäftsstelle geklärt, ob das geplante Projekt förderfähig ist. Die Erfahrung zeigt, dass die Möglichkeiten sehr vielseitig sind, durch das eigene Tun direkt oder indirekt zur Erreichung wichtiger Naturschutzziele im PLENUM-Gebiet Landkreis Tübingen beizutragen. Von einfachen Investitionen im Bereich der Landschaftspflege (z.B. Baumpflege, Mahd, Obstauflese, Weidetierhaltung) oder der Verarbeitung / Vermarktung naturverträglich erzeugter Rohstoffe (z.B. Obst von Streuobstwiesen, Wein aus Steillagenweinbau, Fleisch aus extensiver Weidehaltung) bis hin zu Konzeptionen für innovative Landschaftspflegeprojekte (z.B. Beweidungskonzepte), komplexe Natur- und Artenschutzprojekte oder vielgestaltige Umweltbildungsmaßnahmen ist sehr vieles möglich. Wer z.B. Ideen oder konkrete Pläne hat, Strukturen für eine erfolgreiche Vermarkung naturschutzgerecht erzeugter Regio-Produkte auf-/auszubauen oder Lösungsansätze für die zukunftsfähige Nutzung von Streuobstwiesen im Kopf hat, kann sich gerne an VIELFALT e.V. wenden. Besonders erwünscht sind dabei Projekte, die eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit sozialer Benachteiligung ermöglichen. Das PLENUM-Team steht gerne zur Beratung und Antragsabwicklung zur Verfügung. Tel.: 07473/270 12-87, -61 oder -86; oder per E-Mail: info@vielfalt-kreis-tuebingen.de.Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten gibt es hier.

„Ein Stück Naturschutz schenken“ – zu Weihnachten machen PLENUM-Produkte aus dem Landkreis Tübingen besondere Freude und fördern den Erhalt unserer wertvollen Kulturlandschaft

Der Geschenkkorb "Süße Verführung" beinhaltet einen festlichen Streuobstsecco, einen Kräutertee für kühle Tage, gedörrtes Streuobst zum Naschen sowie süße Verführungen in Form eines Streuobstauftrichs und eines Blütenhonigs. 
Der herzhafte Geschenkkorb "Leib und Seele" beinhaltet einen kräftigen Wein aus Steillagenweinbau, eine Dose leckere Wildwurst, ein Fläschchen feinen Streuobstbrand und eine Packung Albleisa. 
Der Geschenkkorb bzw. die Geschenktüte "Kleine Freude" beinhaltet einen festlichen alkoholfreien Streuobstsecco und eine kleine Knabberei in Form gedörrten Streuobstes.

Leckere Weihnachtsgeschenke kaufen und gleichzeitig etwas Gutes für die Natur tun? Die Geschenkkörbe „Ein Stück Naturschutz schenken“, bestückt mit PLENUM-Produkten, ermöglichen es! Die weihnachtlichen Geschenkkörbe bietet die Arbeit in Selbsthilfe inklusiv gGmbH an. Vorbestellungen werden bis zum 06.12.2023 entgegengenommen (Tel.: 07473/377466 oder manufaktur@arbeit-in-selbsthilfe.de). Die Abholung findet am 11.-16.12.2023 je nach Absprache im Café Pausa (Löwensteinplatz 2, 72116 Mössingen), im Regionalladen Rottenburg  (St.-Moriz-Platz 6, 72108 Rottenburg) oder im Café am See (Europaplatz 20, 72072 Tübingen) statt.
 
Den Geschenkkorb gibt es in der Variante "Süße Verführung" (Streuobstsecco, Kräutertee, gedörrtes Streuobst, Streuobstaufstrich und Blütenhonig) für 28 €, der herzhaften Variante "Leib und Seele" (Wein aus Steillagen, Streuobstbrand, Albleisa, Dosen-Wildwurst) für 28 € und der Variante "Kleine Freude" (alkoholfreier Streuobstsecco und gedörrtes Streuobst) für 12 €. Fotos auf www.vielfalt-kreis-tuebingen.de/aktuelles.

Ausgewählte Produkte aus den Gebinden können im Rahmen einer Promotionaktion am 09. und 10. November im Café am See von 10-16 Uhr probiert werden! Kommen Sie gern und erfahren Sie mehr über die Qualtitäsprodukte und ihre Erzeugerinnen und Erzeuger.

Mit dem Kauf dieser hochwertigen PLENUM-Produkte können Sie einen Beitrag zur Pflege und Erhaltung bedeutsamer Naturschutzflächen leisten – z. B. artenreiches Grünland, Blühflächen, Streuobstwiesen, Flachland-Mähwiesen oder weitere geschützte Biotope. Als Geschäftsstelle von PLENUM Landkreis Tübingen kooperiert VIELFALT e.V. mit verschiedenen Partner*innen, die solche Flächen pflegen und definierte Erzeugungskriterien erfüllen (www.vielfalt-kreis-tuebingen.de/plenum-produktfamilie). So stammen die Rohstoffe der PLENUM-Produkte z.B. zum überwiegenden Teil aus dem Landkreis Tübingen und sind frei von Gentechnik. Machen Sie Weihnachten ein kleines Stück zum Fest der Liebe zur Natur und bestellen Sie noch heute einen Geschenkkorb!

Berufsbezogene Erwachsenenbildung in der Landwirtschaft: Veranstaltungen Oktober 2023-2024

Das Landratsamt Tübingen, Abteilung Landwirtschaft, hat die Termine für die neue Saison veröffentlicht. Vier Termine werden vom Verein VIELFALT und in Kooperation mit dem Verein VIELFALT angeboten. Termine jetzt vormerken! 

Kreistag mit deutlichem Votum für Naturschutz in der Regionalentwicklung

Ob das im Landkreis Tübingen seit 2013 umgesetzte das Landesprogramm PLENUM („Projekt des Landes Baden-Württemberg zur Erhaltung von Natur und Umwelt“) fortgeführt werden kann, stand aktuell im Kreistag des Landkreises Tübingen zur Abstimmung.Im Gremium gab keine Zweifel, dass VIELFALT e.V. in den vergangenen Jahren als PLENUM-Geschäftsstelle und Landschaftserhaltungsverband (LEV) sehr erfolgreiche Arbeit geleistet hat, die es fortzuführen gilt. In enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung wird das Leitmotto „Schützen durch Nützen“ im Landkreis Tübingen gelebt.So konnten bisher z.B. zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe, Wengerter, Landschaftspfleger*innen, Naturschutz-, Obst- und Gartenbauvereine etc. bei ihren umfangreichen Investitionen in Gerätschaften für die Bewirtschaftung und Pflege von Streuobstwiesen und anderen Extensivflächen unterstützt werden. Solche Investitionsförderungen und neue konzeptionelle Ansätze setzen seither wichtige Impulse für eine naturschutzorientierte Regionalentwicklung, die Offenhaltung unserer Kulturlandschaft und die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen. Insgesamt wurden bis Ende 2022 Fördermittel in Höhe von insgesamt knapp 2,1 Mio. für beachtliche 366 PLENUM-Projekte ausgezahlt. Dass dabei auch einige sinnstiftende Beschäftigungsverhältnisse für Menschen mit Behinderung entstanden sind, ist ein besonderer Gewinn!Diese Bilanz überzeugte am 29.03.2022 den Kreistag ohne Diskussion. Mit großer Zustimmung ist das Gremium der einstimmigen Beschlussempfehlung des Verwaltungs- und Technischen Ausschusses (01.03.2023) gefolgt und hat zugesagt, von Juni 2025 bis Dezember 2027 die Finanzierung des PLENUM-Personals (inkl. Betriebskostenanteil) vollständig zu übernehmen. Diese großzügige Zusage sichert dem Landkreis Tübingen weitere 200.000 Euro Landesmittel für die Projektförderung. Mit der Unterstützung werden beste Voraussetzungen geschaffen, angestoßene PLENUM-Projekte langfristig tragfähig zu machen, weitere innovative Ideen auf den Weg zu bringen und entwickelte Strukturen zu verstetigen. So können erfolgreiche Ansätze weiterverfolgt werden, um bspw. zukunftsfähige Konzepte für die Nutzung von Streuobstwiesen und eine erfolgreiche Vermarktung naturverträglich erzeugter Regioprodukte zu entwickeln.Wir danken dem Kreistag für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns nun auf die verbindliche Mittelzusage vom Land Baden-Württemberg.

Erfolg: Aussterben des Rebhuhns im Landkreis Tübingen vorerst gestoppt. Das von PLENUM geförderte NABU-Projekt endete am 25.11.2022 mit der Abschlussveranstaltung an der Hochschule für Forstwirtschaft (HFR)– die Schutzbemühungen sollen verstetigt werden

Mit vereinten Kräften für das Rebhuhn! 

Ist das Rebhuhn noch zu retten? Die Chancen sind jedenfalls gestiegen, dass sich in Baden-Württemberg wieder eine größere Population des gut getarnten Bodenbrüters entwickeln kann. Wichtige Vorarbeiten dazu hat ein Projekt im Landkreis Tübingen geleistet, das zum Jahreswechsel endet. Dort liegt einer der letzten Verbreitungsschwerpunkte des Brutvogels im Land. Statt den Artenschwund nur zu beklagen, haben sich verschiedene Akteure gemeinsam auf den Weg gemacht. Mit einigem Erfolg: „Das drohende Aussterben des Rebhuhns im Landkreis Tübingen konnte vorerst verhindert und der seit den 1980er Jahren kontinuierliche Rückgang erstmalig gestoppt werden. Noch können wir das Rebhuhn retten. Doch dies geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Zeit drängt!“, sagt Projektleiterin Karin Kilchling-Hink. Ihre Projektkollegin Dr. Sabine Geißler-Strobel ergänzt: „Der Erfolg ist hart erkämpft. Es leben zwar wieder mehr Rebhühner im Projektgebiet als vor sechs Jahren, aber von einer langfristig stabilen Population mit zirka 250 Rebhuhnrevieren sind wir mit den aktuell 41 Revieren noch weit entfernt.“ Das Kooperationsprojekt „Rebhuhnschutz im Landkreis Tübingen“ wurde 2017 gestartet und nach zwei Jahren Laufzeit um zweimal zwei Jahre bis 31.12.2022 verlängert. Es wurde durch PLENUM Tübingen gefördert, vom NABU-Vogelschutzzentrum in Mössingen getragen und in Kooperation mit VIELFALT e. V., der Initiative Artenvielfalt Neckartal (IAN) und dem Landratsamt Tübingen umgesetzt. Ziel war es, das drohende Erlöschen des Rebhuhns im Landkreis zu verhindern, bei Landwirtschaft, Politik und Bevölkerung ein Bewusstsein für die Bedürfnisse des Rebhuhns zu schaffen und sinnvolle Maßnahmen zu erproben und umzusetzen. Dass dieser Erfolg nur durch das besondere Engagement der regionalen Akteurinnen und Akteure möglich war, brachte der Tübinger Landrat Joachim Walter beim Treffen der Projektpartner zum Projektabschluss in Rottenburg mit seinem deutlichen Lob zum Ausdruck. „Ehrenamtliche machten sich mit Herzblut und Hoffnung im Frühjahr allabendlich auf Rebhuhnsuche. Landwirte auf ihrem Schlepper bereiteten das Saatbett für Blühmischungen. Naturschutzaktive und Kommunen stutzten die zu hoch gewordenen Gehölzkulissen. Ich danke Ihnen allen, auch jenen, die geholfen haben, den Fuchs als wichtigsten Beutegreifer des Rebhuhns in Schach zu halten.“ Die Erfahrungen aus dem Projekt sind auch in die Ausgestaltung der neuen Förderprogramme FAKT und LPR für Landwirtinnen und Landwirte ab 2023 auf Landesebene mit eingeflossen. Die Strahlkraft des Projekts mit Fachtagung und Politikberatung hat sogar bis nach Brüssel gereicht, wo auf EU-Ebene ein Schutzkonzept für das Rebhuhn erarbeitet wird. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/projekte-partner/plenum-projekt-rebhuhn/

Pflegemaßnahmen an Amphibiengewässern

Der ABS (Amphibien/Reptilien-Biotop-Schutz Baden-Württemberg e. V.) hat zur Hilfestellung für die Pflege von Amphibiengewässern, sowie alle etwaig auftretenden Fragen eine Dokumentation erstellt, welches hier mit den relevanten Informationen Antwort auf offene Fragen geben will. Dies soll helfen, die durch Amphibien genutzten Gewässer zu fordern und zu fördern um hier die Nutzbarkeit für die Amphibien zu sichern.„Handreichung zur Umsetzung von Pflegemaßnahmen an Amphibiengewässern“ ist hier zu finden.

Back to the roots und dann ab in die Zukunft: Modellprojekt für landwirtschaftliche Nutzung in Streuobstwiesen gestartet

Streuobstwiesen sind ein prägendes Element unserer Kulturlandschaft und überall im Landkreis zu finden. Um die artenreichen, blumenbunten Flächen auch für die Zukunft zu erhalten, braucht es allerdings eine regelmäßige, fachgerechte Pflege des Aufwuchses. Dies wird auf einigen Flächen bereits von engagierten Landwirt*innen praktiziert, auf vielen anderen Flächen fragen sich aber Wieseneigentümer*innen: wohin mit dem Wiesenaufwuchs? Um diese Situation zu verbessern, hat VIELFALT ein Projekt entlang der Schönbuch-Hänge gestartet, welches Grundstückseigentümer*innen und potenzielle Bewirtschafter*innen miteinander in Kontakt bringen möchte. So sollen Kooperationen entstehen, die den nachhaltigen Erhalt der artenreichen Wiesen sicherstellen und von denen gleichzeitig beide Seiten profitieren: Wieseneigentümer*innen müssen sich nicht mehr fragen, was mit dem Wiesenaufwuchs passieren soll und Tierhalter*innen haben mehr Futter für ihre Tiere zur Verfügung. Eine zukunftsfähige Win-Win-Lösung für die Streuobstwiesen entlang der Schönbuch-Hänge also.
Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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