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Aktuelles

Tag der Streuobstwiese 2026

© Hochstamm Deutschland e.V.

...ob in voller Blüte im Frühjahr oder zur Erntezeit im Herbst – Streuobstwiesen sind Orte, an denen Natur, Kultur und Genuss auf besondere Weise zusammenkommen. Genau diese Vielfalt steht im Mittelpunkt des Tag der Streuobstwiese 2026, der am 24. April 2026 und dem nachfolgenden Wochenende europaweit gefeiert wird.
Unter dem Motto „Gutes aus Streuobst“ laden engagierte Streuobstakteurinnen und -akteure dazu ein, ihre Arbeit sichtbar zu machen: mit Führungen über die Wiesen, Verkostungen, Festen, Informationsangeboten oder kreativen Aktionen. Ziel ist es, zu zeigen, welchen Wert Streuobstwiesen für Artenvielfalt, Kulturerbe und regionale Produkte haben – und warum ihr Erhalt heute wichtiger denn je ist.
Die Pressemitteilung zum Tag der Streuobstwiese 2026 mit Hintergrundinformationen, Beteiligungsmöglichkeiten, Bildmaterial und Hinweisen zum europäischen Aktionstag finden Sie hier (1,008 MiB).
Der Tag der Streuobstwiese wird von Hochstamm Deutschland e.V. organisiert und gemeinsam mit der ARGE Streuobst Österreich, BirdLife Europe und dem UK Orchard Network umgesetzt. Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Berichterstattung.

Ausschreibung Kulturlandschaftspreis 2026 mit einem Sonderpreis für Kleindenkmale

Der Schwäbische Heimatbund, die Sparkassen-Finanzgruppe Baden-Württemberg und die Sparkassen-Stiftung Umweltschutz setzen sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür ein, dass die durch Menschenhand in Jahrtausenden geschaffene Kulturlandschaft mit ihrer Flora und Fauna geschützt sowie die Artenvielfalt und Schönheit der heimischen Fluren bewahrt werden. Der unersetzliche Reichtum verschiedenartiger und zugleich unverwechselbarer Landschaftsbilder als gewachsene Ökosysteme und Kulturgüter soll auch kommenden Generationen erhalten bleiben.Diese ganzheitliche Zielsetzung beruht auf den Erkenntnissen historisch bewährter Bewirtschaftungsformen und den Erfahrungen der Landnutzung im Einklang mit der Natur. Sie soll Beispiel geben für die Versöhnung von Ökonomie und Ökologie sowie eine realistische Orientierung für die Praxis vor Ort bieten.
Wofür wird der Preis vergeben?Mit dem jährlich ausgelobten Kulturlandschaftspreis ausgezeichnet werden Ausschnitte unserer Kulturlandschaft, in denen eine nachhaltige, traditionsbewusste Nutzung der Landschaft unter Berücksichtigung der naturgegebenen Voraussetzungen, der Ökologie, der Charaktermerkmale der Landschaft und der Ästhetik erfolgt. Vorgeschlagene Objekte sollen sich auf den Natur- und Umweltschutz beziehen, wobei eine ausgewogene Verzahnung von Naturlandschaft, Kultur und Heimat angestrebt wird.Mit einem Sonderpreis für Kleindenkmale werden seit dem Jahr 2000 vorbildliche Aktionen ausgezeichnet, die zum Erhalt und Schutz dieser Denkmalsgattung beitragen, welche unsere Kulturlandschaft in ganz besonderem Maße prägt. Preiswürdig sind Maßnahmen zum Schutz, zur Erfassung, Pflege und Renovierung von Kleindenkmalen wie etwa steinerne Gruhbänke, Sühnekreuze, Gedenksteine, Feld- und Wegkreuze, Bildstöcke, Wegweiser, Stundensteine, Trockenmauern …
Wer kann dem Preis erhalten?Den Preis erhalten Eigentümerinnen und Eigentümer, Einzelpersonen oder Gruppen, die eine Kulturlandschaft oder ein Kleindenkmal betreuen. Private Maßnahmen werden Aktionen öffentlicher Institutionen in der Regel vorgezogen. Die Bewerbung muss aus dem Vereinsgebiet des Schwäbischen Heimatbundes, also den ehemals württembergischen oder hohenzollerischen Landesteilen einschließlich der angrenzenden Gebiete, kommen
Bewerbung 2026Der Kulturlandschaftspreis wird jährlich vergeben. Einsendeschluss für die Bewerbung 2026 ist der 30. April 2026. Die Bewerbung ist grundsätzlich postalisch einzureichen – vorzugsweise im Format A4. Der Umfang der Bewerbung ergibt sich aus dem Umfang der Aktivitäten.Sie können die ausführliche Ausschreibungs-Broschüre 2026 im pdf-Format herunterladen.
Weitere Informationen finden Sie hier.

11. EIP-Förderaufruf – jetzt bewerben!

Im Rahmen des elften EIP-Förderaufrufs werden keine speziellen Schwerpunktthemen gesetzt. Es können daher vielfältige, zukunftsorientierte, innovative Projektvorschläge eingereicht werden, die in Kooperation von Wissenschaft und landwirtschaftlicher Praxis sowie anderen Akteurinnen und Akteuren durchgeführt werden. Im Fokus steht die Suche nach innovativen Lösungen oder die Umsetzung von innovativen Ideen in der Landwirtschaft, im Garten-, Wein- und Obstbau, im Streuobstbau sowie in der Imkerei. Die Projekte sind an aktuelle Bedarfe und auf eine direkte Anwendung in der landwirtschaftlichen Praxis auszurichten oder müssen von sonstigem Nutzen für die landwirtschaftliche Praxis sein.
Innovative Projektvorschläge können bis Donnerstag, den 26. Februar 2026, beim Regierungspräsidium in Stuttgart eingereicht werden.Mehr Infos finden Sie hier.

Neues Streuobst-Wikipedia bündelt Wissen zum Klimawandel

© www.streuobst-wiki.eu

Wissen von Fachleuten auf Knopfdruck: Neun Organisationen aus Deutschland und Österreich, darunter Hochstamm Deutschland e.V., stellen ein gemeinsames Online-Nachschlagewerk bereit.
Hochstamm Deutschland e.V., die bundesweite gemeinnützige Plattform für den Streuobsterhalt, setzt sich aktiv dafür Streuobst zu erhalten und Ideen für dessen Weiterentwicklung zu liefern – vor allem durch Vernetzung und Austausch. Der Streuobstanbau, der seit 2021 offiziell als Immaterielles Kulturerbe anerkannt ist, steht durch den Klimawandel unter großem Druck. Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter beobachten zunehmend die Folgen von Hitze und Trockenheit an den geschwächten Bäumen. Um diesem Bedarf an fundiertem und gesichertem Fachwissen gerecht zu werden, haben führende Streuobstorganisationen aus Deutschland und Österreich das Streuobst-Wiki ins Leben gerufen. Das neue, kostenlose Online-Nachschlagewerk ist nun online verfügbar.

Praxisnah und fundiert: Wissen für zukunftsfähige Bestände
Das Streuobst-Wiki stellt Wissen nach dem Vorbild von Wikipedia bereit und bietet Streuobstbewirtschafterinnen und -bewirtschaftern geprüfte Forschungsergebnisse und bewährte Praxiserfahrungen zum Thema Streuobst im Klimawandel im Überblick. Das Wiki liefert Praktikerinnen und Praktikern Informationen zu den Auswirkungen der Klimakrise, zu Baumarten, die besser mit Hitze oder Trockenheit zurechtkommen, zu spätblühenden Birnensorten oder auch Hilfestellungen bei der Sortenwahl. erhalten die Nutzerinnen und Nutzer die notwendigen Werkzeuge, um ihre Bestände zu pflegen und zukunftsfähig zu machen, damit diese weiterhin gesunde, regionale Lebensmittel hervorbringen und die Biodiversität erhalten bleibt. Zu allen Beiträgen gibt es dabei transparente Literaturangaben.

Das Wiki wächst mit der StreuobstgemeinschaftDie weitere Entwicklung des Streuobst-Wiki baut auf dem Schwarmwissen der gesamten Streuobstgemeinschaft auf. Es ist aber kein abgeschlossenes Werk, sondern lebt bewusst von den Beiträgen aus Praxis und Forschung. Alle, die ihr Fachwissen wollen, sind herzlich zur Mitarbeit eingeladen. Die Autorinnen und Autoren stellen ihre Inhalte kostenlos zur Verfügung. Ein Redaktionsteam prüft neue Artikel, um die Qualität und Verlässlichkeit des Online-Nachschlagewerkes zu sichern.
Zusammenarbeit vieler Organisationen
Insgesamt neun Organisationen aus Deutschland und Österreich arbeiteten eng zusammen, um dieses umfassende Fachwissen zu bündeln. Hochstamm Deutschland e.V. war als einer der Partner an der Erarbeitung des Wikis beteiligt. Die Koordination Projekts übernahmen die Oberlausitz-Stiftung (Görlitz), der österreichische Verein ARCHE NOAH und die Stiftung IBZ St. Mari-enthal (Ostritz). Weiterhin waren beteiligt: Streuobst Österreich (Klosterneuburg), die BaumLand-Kampagne (Travenbrück), die Höhere Bundeslehranstalt und das Bundesamt für Wein- und Obstbau (Klosterneuburg) und die BUND Kreisgruppe Koblenz. Die Arbeit am Aufbau der Kategorien und die technische Realisierung wurden über das EU-Programm Erasmus+ finanziell gefördert.

Zum Streuobst-Wiki: https://streuobst-wiki.eu

Umweltministerium fördert Naturschutzbildung

Naturschutz-Bildung ist essenziell, um Menschen das umweltbewusste Handeln näherzubringen und die Auswirkungen auf das Ökosystem bewusst zu machen.
Ab 1. Dezember 2025 können gemeinnützige und öffentliche Bildungseinrichtungen im Bereich Naturschutz und Wald Förderanträge einreichen. Gefördert werden insbesondere Naturschutzzentren, Natur- und Geoparke sowie waldpädagogische und vergleichbare Einrichtungen mit Gruppenangeboten, Mindestöffnungszeiten und hauptamtlichem Personal. Anträge sind ausschließlich per E-Mail an naturschutzbildung@um.bwl.de zu senden. 
Nähre Informationen zur Förderung gibt es hier:https://um.baden-wuerttemberg.de/de/umwelt-natur/biologische-vielfalt-und-mensch/naturschutz-bildung

Spannende Kulturlandschaftselemente im NSG Schönbuch-Westhang/Ammerbuch

Eine neu überarbeitete Reihe stellt zwölf Relikte vergangener Zeiten im Naturschutzgebiet Schönbuch-Westhang/Ammerbuch vor. Die informativen Texte verknüpfen geschichtliches mit z.T. aktueller Nutzung und Aspekten des Naturschutzes. Alle Ammerbucher finden die Reihe zeitnah im Amtsblatt. Für alle anderen Interessierten lohnt sich ein Blick auf die Seite des Bürgervereins Ammerbuch e.V.Folgende Themen erwarten Sie:

  • Burg Müneck
  • Alt-Weinberge bei Pfäffingen
  • Schwarzenburg bei Entringen: Burg oder Steinbruch?
  • Ausgemergelten Weinbergen hilft nur Mergel: Die Herdsteige bei Entringen
  • Ein alter Weiher im Rammertäle
  • Wie kommt der Gips ins Ammertal? Gipsbruch bei Entringen
  • Ein Fenster ins Innere des Schönbuch-Daches: Stubensandsteinbruch am Schönbuchspitz
  • Einmal Tübingen und zurück: Der "Tübinger Weg" bei Entringen
  • Was alles hinter einer Mulde steckt: Die Lehmgrube im Gewann "Im Hohen"
  • Das Land, wo die Apfelbäume blühen: Streuobstwiesen am Schönbuchtrauf
  • Eine Bank, aber doch nicht zum sitzen: Die Ruhbank an der Weißen Steige
  • Ein weißer Weg? Die Weiße Steige bei Breitenholz

  Unser Geheimtipp: Nach der Lektüre ein kleines Abenteuer starten und die Elemente in der Landschaft (be)suchen. 🥾
Viel Freude beim Entdecken der Heimat! 

Gemeinsam für gesunde Streuobstwiesen 🍎🌿

© VIELFALT e.V.

Der Natur- und Vogelschutzverein Wurmlingen e.V. (NVSV) und VIELFALT e.V. haben erneut zur Mistel-Schnittaktion am Pfaffenberg aufgerufen und viele fleißige Hände waren mit dabei.
Unter der fachkundigen Anleitung von Kreisobstbauberater Joachim Löckelt rückten Vereinsmitglieder und Helfer den teils massiven Mistelbefall auf einem großen Flurstück zu Leibe. Ein Dutzend Obstbäume wurde vollständig von Misteln befreit - baumschonend, sicher und hochprofessionell.Trotz eisigem Wind herrschte eine super entspannte und motivierte Stimmung. Alle waren mit Freude dabei und leisteten ihren Beitrag zum Erhalt der wertvollen Wurmlinger Streuobstwiesen. Als kleines Dankeschön durften alle Teilnehmenden ihren Lieblingsmistelzweig für die Adventszeit mitnehmen. Die übrigen Misteln gingen als Spende an den Jugendchor Wurmlingen e.V., der sie beim Adventsmarkt vor der St. Briccius-Kirche verkaufte.
Dies war bereits die 2. Schnittaktion im Jahr 2025, mit der wir gemeinsam die Ausbreitung der Mistel eindämmen denn: Die Mistel ist ein Halbschmarotzer und entzieht Obstbäumen dauerhaft Wasser und Nährstoffe, was deren Vitalität erheblich schwächt.
Danke an alle, die mit angepackt haben! Gemeinsam schützen wir unsere Natur. 

LNV-Stiftung fördert Naturschutzprojekte

Damit gute Projekte nicht am Geld scheitern! Frist: 30.04.2026Die LNV-Stiftung fördert auch 2026 wieder Maßnahmen und Aktivitäten, die helfen die Natur zu schützen, etwa Biotop- und Artenschutz, Umweltbildungs-Projekte und weitere konkrete Maßnahmen. Die Förderbeträge liegen meist zwischen 500 und 2.000 Euro. Anträge stellen können bevorzugt Vereine und weitere Gruppen, die sich ehrenamtlich im Naturschutz engagieren. Mit einer Entscheidung über die Förderung ist bis Ende Juni 2026 zu rechnen.
Nähere Informationen gibt es hier.

Neue Runde: Förderung Baumschnitt im Streuobst

Die Baumschnittförderung des Landes wird fortgeführt. Sammelanträge können Sie bis 15. Juni 2026 beim zuständigen Regierungspräsidium stellen.Alle Informationen gibt es hier

Rückblick: Goldener Oktober Rottenburg 2025 🍁

Flyer Goldener Oktober Rottenburg © VIELFALT e.V.

Am Samstag, den 4. Oktober 2025, waren wir mit sieben engagierten Direktvermarktern auf dem Herbst-Regionalmarkt in Tübingen vertreten. Bei goldenem Herbstwetter füllte sich die Altstadt mit zahlreichen Besucherinnen und Besuchern, die die Vielfalt und Qualität regionaler Produkte genießen konnten. An unserem Stand präsentierten sich:
🧡Weinbau Müller & Weinbau Schmid aus Unterjesingen mit einer feinen Auswahl an Qualitätsweinen aus den charakteristischen Steillagen Unterjesingens.
🧡Brennerei Armbruster aus Pfäffingen, die mit edlen Bränden und Likören aus Streuobst sowie frischem Tafelobst in bester Qualität begeisterte.
🧡Hemmendorfer Weidelämmer mit schmackhaften Lammprodukten aus extensiver Tierhaltung, die für nachhaltigen Genuss stehen.
🧡Weinbau Robbin aus Pfäffingen mit exklusiven Perlen aus eigenem Wein und Streuobstsaft – und natürlich den beliebten Qualitätsweinen.
🧡Obstbau Walter Maier aus Reusten mit einer vielfältigen Auswahl an Balsamessig, (alkoholfreiem) Secco, Most und Saft, alles liebevoll hergestellt aus Streuobst.
🧡 FRIMA mit Wild- und Lammprodukten, die mit ihren feinen Spezialitäten aus extensiver Tierhaltung das Angebot abrundeten. Der Markt bot eine wunderbare Gelegenheit, mit den Erzeugerinnen und Erzeugern ins Gespräch zu kommen, Neues zu probieren und die Qualität heimischer Produkte zu erleben. Die Besucherinnen und Besucher zeigten großes Interesse und ließen sich von der Leidenschaft und Vielfalt unserer Direktvermarkter begeistern. Ein herzliches Dankeschön an alle, die vorbeigeschaut, probiert und die Arbeit unserer Direktvermarkter unterstützt haben 🌿Wir freuen uns schon jetzt auf den nächsten Herbst-Regionalmarkt!

Rückblick: Herbst-Regionalmarkt Tübingen 2025 🍂

Flyer Herbst-Regionalmarkt Tübingen © VIELFALT e.V.

Am Sonntag, den 5. Oktober 2025, waren wir mit fünf Direktvermarktern auf dem Goldenen Oktober in Rottenburg vertreten. Auch wenn das Wetter sich eher von seiner nassen Seite zeigte, ließen sich Besucherinnen und Besucher den Markt nicht entgehen. Die gemütliche Atmosphäre, der Duft regionaler Köstlichkeiten und viele nette Gespräche sorgten trotz Regen für einen rundum gelungenen Tag. Mit dabei waren unsere engagierten Direktvermarkter, die einmal mehr gezeigt haben, wie vielfältig und hochwertig regionale Produkte sein können:
 
🤎 Sabine’s Gsälzladen aus Wankheim mit köstlichen Fruchtaufstrichen, Gelees und Streuobstbränden von den eigenen Streuobstwiesen.

🤎 Hemmendorfer Weidelämmer mit feinen Lammprodukten aus extensiver Tierhaltung.

🤎 Weinbau Robbin aus Pfäffingen mit exklusiven Perlen aus eigenem Wein und Streuobstsaft sowie den beliebten Qualitätsweinen.

🤎 FRIMA Wild- und Lammprodukte mit herzhaften Lamm-Spezialitäten aus extensiver Tierhaltung.

🤎 Die NussSammler mit einer besonderen Auswahl an Walnuss-Produkten – von Pesto und Mus über Öl und Likör bis hin zu veganem Walnuss-Hack und passendem Zubehör rund um die Nuss.
 
Ein herzliches Dankeschön an alle, die vorbeigeschaut, probiert und unsere Direktvermarkter unterstützt haben! 
Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr – hoffentlich dann mit ein paar Sonnenstrahlen mehr, aber genauso viel Begeisterung für unsere regionalen Schätze. 🍂

🌱 Buchtipp: Neuerscheinung!

Buch: Multifunktionale und nachhaltige Grünflächen © Unterweger

Im Ulmer Verlag ist gerade das neue Buch von Philipp Unterweger erschienen:
„Multifunktionale und nachhaltige Grünflächen“

Warum spannend?
🌍 Grünflächen sind entscheidend fürs Klima
🦋 Sie fördern die Artenvielfalt
🏙️ Sie steigern unsere Lebensqualität in Städten & Gemeinden

Das Buch liefert:
- Praxisnahe Impulse & Lösungen
- Beiträge von 19 Expert:innen aus ganz Europa
- 240 Seiten mit 295 Fotos & Abbildungen

Ulmer Verlag, 2025
65 € | ISBN: 978-3-8186-2225-1

Ein echtes Standardwerk für alle, die nachhaltige Stadt- und Landschaftsgestaltung voranbringen wollen! 💚

👉 Erhältlich im Buchhandel oder direkt beim Autor.
👉 Hier gibt's mehr Informationen. (227,2 KiB)

Eröffnung der Kelter des Obst- und Weinbauvereins Unterjesingen

Feierliche Eröffnung der neuen Kelter: Staatssekretär Andre Baumann, Minister Peter Hauk, Projektleiter und Vereinsvorstand Heinz Giringer sowie Landrat Joachim Walter durchschneiden gemeinsam das symbolische Absperrband © VIELFALT e.V.

Am 27. Juni eröffnete der Obst- und Weinbauverein Unterjesingen die neue Gemeinschaftskelter offiziell im Beisein zahlreicher Unterstützer und Förderer. In das Projekt flossen über 2.500 ehrenamtliche Arbeitsstunden sowie finanzielle Zuschüsse und Spenden: 172.000 Euro vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, 80.000 Euro vom Obst- und Weinbauverein selbst, 80.000 Euro aus privaten Darlehen, 60.000 Euro von der Stadt Tübingen und 23.000 Euro aus Spenden. Mit der neuen Kelter profitieren die über 180 Mitglieder des Vereins künftig von einer zentralen Anlaufstelle zur Verarbeitung von Weintrauben aus dem Steillagenweinbau und Streuobst. Die Räume bieten Verarbeitungs- und Pflegegeräte sowie Lagerplatz. Zudem wird die Wissensvermittlung betont, um Nachwuchswinzer zu fördern und Netzwerke zu bilden. Der Weinbaupräsident Dietrich Rembold verlieh dem Projektleiter und Vereinsvorstand, Heinz Giringer, die Goldene Ehrennadel. Am 28. Juni fand ein Weinfest mit Regionalmarkt für die Öffentlichkeit statt. Partner und Direktvermarkter aus dem Landkreis boten den Besuchern diverse Produkte an, von Bränden und Gemüse über Lammwurst und Fruchtaufstriche bis zu Eis und vielem mehr. Ein Highlight war das Kochmobil des Naturparks Südschwarzwald, das Kindern das Kochen näherbrachte. Die Archeschäferei und der Lernort Natur der Kreisjägervereinigung Tübingen stellten spannende Mitmachaktionen zur Verfügung. Ein herzlicher Dank geht an alle Aussteller und Helfer!

Bodenbrütende Feldvögel im (Öko)-Ackerbau

Screenshot von Youtube: Video über Maßnahmen zum Schutz bodenbrütender Feldvogelarten © VIELFALT e.V.

Im Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt des Landes Baden-Württemberg werden zwei Projekte gefördert, die sich mit dem Schutz von bodenbrütenden Feldvögeln auseinandersetzen. Eines der beiden Projekte, unter der Leitung von Dr. Julia Walter am Landwirtschaftlichen Technologiezentrum Augustenberg, beschäftigt sich mit verschiedenen Maßnahmen und deren räumlicher Anordnung zum Schutz der Feldlerche. Das KLeVer-Projekt an der Uni Tübingen konzentriert sich auf Maßnahmen zum Feldvogelschutz im Kleegras- und Luzerneanbau.
Video über Maßnahmen zum Schutz bodenbrütender Feldvogelarten

🌼🐝🌳 Wiesenspaziergang Unterjesingen 🌳🐝🌼

R. Wegerer erläutert, wie wichtige das Abräumen des Mähguts für artenreiche Wiesen ist.  © VIELFALT e.V.

Gut 30 Streuobstaktive waren am 3. Juni zu einem gemeinsamen Spaziergang durch die Unterjesinger Streuobstwiesen gekommen. Eingeladen hatte der Verein VIELFALT e.V. in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Tübingen und dem Obst- und Weinbauverein Unterjesingen (OWVU). Mit dem Projekt „A gmäht’s Wiesle“ wird seit 2021 versucht, private Stücklesbesitzer mit Landwirt*innen und anderen Flächenbewirtschafter*innen zusammen zu bringen. Die Idee ist einfach, die Umsetzung nicht ganz. Nähere Infos zum Projekt hier.Warum man den ganzen Aufwand betreibt, wurde gleich zu Beginn betont. „Die Schönbuchhänge zwischen Tübingen und Herrenberg mit ihren blumenbunten Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Kulturlandschaften Europas“, so Kolja Schümann, Geschäftsführer bei VIELFALT e.V. Um solche einzigartigen Landschaften sowie Tier- und Vogelarten zu schützen, rief die Europäische Union im Jahr 1992 die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) ins Leben, durch welche sich die Mitgliedsstaaten verpflichteten, ihre jeweiligen artenreichen Gebiete unter Schutz zu stellen. So wurden auch die Schönbuchhänge bei Unterjesingen als FFH-Gebiet und als Vogelschutzgebiet ausgerufen.Durch die klassische Zweischnitt-Nutzung als Winterfutter sind diese blumenbunten Wiesen entstanden, die heute im EU-Sprech FFH-Mähwiese heißen und ihren Verbreitungsschwerpunkt in Baden-Württemberg haben. Für solche Wiesen gelte ein strenges Verschlechterungsverbot, so Ralf Wegerer von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Tübingen. Bei Unterjesingen haben sich seit der Schutzgebietsausweisung vor 20 Jahren leider viele solcher Wiesen durch Nutzungsänderung verschlechtert. Grund dafür sind verschiedenste Faktoren. Meist verschwindet dann die Blumenvielfalt und Gräser nehmen Überhand. Diese artenarmen Wiesen, sog. Verlustflächen, können nur durch eine traditionelle Mahd mit Abräumen oder durch eine professionelle Beweidung wieder zur blütenbunten Heimat von Schmetterlingen, Wildbienen und Heuschrecken werden.Doch wie schaffen es die Besitzer*innen der Grundstücke nun, ihre Wiesen wieder artenreich zu bekommen? Darum sollte es beim Spaziergang gehen.Ein Stopp führte die Gruppe zu einem blumenbunten Obststückle, welches sich typisch länglich und schmal, von Rainen eingeengt, von den benachbarten Stücken absetzt. Solche artenreichen FFH-Mähwiese beherbergen ca. 40 Kräuter- und Gräserarten und sind ein anschauliches Positivbeispiel, wie Ralf Wegerer aufzeigte. Glücklicherweise funktioniert hier die Zusammenarbeit zwischen der Besitzerin und einem örtlichen Landwirt ausgezeichnet. Ein Positivbeispiel, das Schule machen darf.Es wurde aber auch deutlich, dass nicht immer eine solche Kooperation entstehen kann. Niederstämmige Bäume und ein zu dichter Baumabstand mit oft tiefhängenden Ästen stehen der Bewirtschaftung mit Traktor, Mähgerät und Ladewagen im wahrsten Sinne des Wortes oft im Wege. Zudem ist es als Betrieb ohne eigene Nutztiere eine große Herausforderung, das Heu dann loszubekommen. Alternative Verwertungsformen sollen daher im Rahmen des Projekts perspektivisch erprobt werden.Im Gewann „Hegnabrunn“  werden private Grundstücke von einem Schäfer beweidet. Die Schafe kommen auf den steilen Flächen sehr viel besser zwischen den Bäumen hindurch als Maschinen. Da der Aufwand für eine solche Beweidung oder die maschinelle Bewirtschaftung sehr groß ist, kann dies im Rahmen des Modellprojektes in gewissem Umfang durch Naturschutz-Fördermittel ausgeglichen werden.Dass dieser besondere Lebensraum aber auch für Tiere sehr bedeutsam ist, erläuterte die Biodiversitätsberaterin des Kreises, Isabel Möhrle. Anschaulich verdeutlichte sie dies an den Beispielen von Wendehals, Hirschkäfer und Bechsteinfledermaus. Arten, die auf die strukturreichen Streuobstwiesen angewiesen sind und bei Unterjesingen nachgewiesen werden konnten. Somit ist es nicht verwunderlich, dass sich auch viele Eigentümer*innen auf ihren Wiesen wohl fühlen. Die Schönbuchhänge bei Unterjesingen sind allerdings auch als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, wodurch die Errichtung baulicher Anlagen, z.B. von Hütten und Zäunen, in der Regel nicht erlaubt ist. Zudem sind in Baden-Württemberg Obstwiesen-Gebiete ab einer Größe von 1.500 m² gesondert geschützt.Zum Abschluss versammelte sich die Gruppe nach zweistündigem Spaziergang im Vereinsgarten des OWVU. Dort gab es eine kleine Stärkung, u.a. mit besonderen Getränken made in Unterjesingen. Zudem konnte noch der Balkenmäher inkl. Bandrechen des OWVU betrachtet werden. Diesen hat sich der Verein angeschafft, um seinen Mitgliedern mit der Ausleihe des Geräts eine naturschutzkonforme Mahd zu ermöglichen. Auch an vielen Stellen der gemeinsamen Route verdeutlichte Heinz Giringer das bemerkenswerte Engagement des OWVU. An dieser Stelle ein ganz herzlicher Dank für das wertvolle Engagement des OWVU.

Feierliche Eröffnung der Pyrolyseanlage der Arbeit in Selbsthilfe am Kastanienhof in Bodelshausen

© VIELFALT e.V.

Am Freitag, den 9.5.2025 wurde nach zahlreichen Jahren der Planung und rund einem Jahr Bau die Pyrolyseanlage zur Produktion von Pflanzenkohle in Betrieb genommen (nun steigt Rauch aus dem Schornstein auf). Diesen Moment der Freude hat ein großer Kreis von Mitstreitern und Förderern mit der AiS geteilt. Anwesend waren unter anderem Wolfgang Welte (Stiftungsvorstand und Geschäftsführer der Kbf), Marcus Hölz (Geschäftsführer der AiS), Landrat Joachim Walter (zugleich Vorstand von VIELFALT e.V. und somit von PLENUM im Landkreis Tübingen), Kolja Schümann (Geschäftsführer von VIELFALT e.V.), das Netzwerk Streuobst Mössingen e.V. (lieferten bereits 2014 im Rahmen des Projektes "Energiebündel und Flower Power" die Grundidee für das Heizkonzept) insbesondere Dieter Neth und Sabine Mall-Eder, Dr. Sibylle Kiefer (Abteilungsleiterin Abfallwirtschaftsbetriebe Landkreis Tübingen), Bürgermeister Florian King und Bürgermeister Michael Bulander, Vertreter des Maschinenrings, Prof. Dr. Michael Weiß vom Steinbeis Institut (Kooperationspartner für die Herstellung des "Edeldüngers" aus Rohkohle, Kompost & Wurzelpilzen) und viele mehr.
Das Förderprogramm PLENUM konnte die Anschaffung der Pyrolyseanlage mit 68.000 € bezuschussen, worauf wir sehr stolz sind!
Pro Jahr sollen 3.000 l Hackschnitzel aus der Landschaftspflege zu Pflanzenkohle verwertet werden. Ein Großteil hiervon wird von Streuobstwiese der Umgebung und trägt somit zum Erhalt dieser bei. Die Abwärme wird zur Hälfte für das Beheizen der Wohnhäuser, Gewächshäuser usw. am Kastanienhof genutzt. Die andere Hälfte trocknet das Hackschnitzel vor. Am Kastanienhof entsteht eine Einsparung von 360 t CO2 dank der Pflanzenkohleproduktion (6.000 Betriebsstunden Der Pyrolyseanlage pro Jahr). Thorsten Schelling ist zuständig für den reibungslosen Betrieb.Pro Tag werden rund 1,5 Kubik Rohkohle hergestellt. Ab Herbst soll diese teilweise zu einem "Edeldünger" weiterveredelt werden.Die AiS schafft mit diesem Vorhaben sechs nene inklusive Arbeitsplätze!

DVL veröffentlicht neue Streuobst-Wissensseite!

Auf der Webseite bündelt der DVL Streuobst-Praxiswissen mit dem Schwerpunkt Biodiversität und Klimaanpassung. Interessierte findet dort Schulungsunterlagen, Praxisanleitungen und Fachinformationen und können sich zu Online-Schulungen anmelden. Wissensseite und weitere Infos: https://www.streuobst.dvl.org/

Berichte vergangener Veranstaltungen

Kreistag mit deutlichem Votum für Naturschutz in der Regionalentwicklung

Ob das im Landkreis Tübingen seit 2013 umgesetzte das Landesprogramm PLENUM („Projekt des Landes Baden-Württemberg zur Erhaltung von Natur und Umwelt“) fortgeführt werden kann, stand aktuell im Kreistag des Landkreises Tübingen zur Abstimmung.Im Gremium gab keine Zweifel, dass VIELFALT e.V. in den vergangenen Jahren als PLENUM-Geschäftsstelle und Landschaftserhaltungsverband (LEV) sehr erfolgreiche Arbeit geleistet hat, die es fortzuführen gilt. In enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung wird das Leitmotto „Schützen durch Nützen“ im Landkreis Tübingen gelebt.So konnten bisher z.B. zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe, Wengerter, Landschaftspfleger*innen, Naturschutz-, Obst- und Gartenbauvereine etc. bei ihren umfangreichen Investitionen in Gerätschaften für die Bewirtschaftung und Pflege von Streuobstwiesen und anderen Extensivflächen unterstützt werden. Solche Investitionsförderungen und neue konzeptionelle Ansätze setzen seither wichtige Impulse für eine naturschutzorientierte Regionalentwicklung, die Offenhaltung unserer Kulturlandschaft und die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen. Insgesamt wurden bis Ende 2022 Fördermittel in Höhe von insgesamt knapp 2,1 Mio. für beachtliche 366 PLENUM-Projekte ausgezahlt. Dass dabei auch einige sinnstiftende Beschäftigungsverhältnisse für Menschen mit Behinderung entstanden sind, ist ein besonderer Gewinn!Diese Bilanz überzeugte am 29.03.2022 den Kreistag ohne Diskussion. Mit großer Zustimmung ist das Gremium der einstimmigen Beschlussempfehlung des Verwaltungs- und Technischen Ausschusses (01.03.2023) gefolgt und hat zugesagt, von Juni 2025 bis Dezember 2027 die Finanzierung des PLENUM-Personals (inkl. Betriebskostenanteil) vollständig zu übernehmen. Diese großzügige Zusage sichert dem Landkreis Tübingen weitere 200.000 Euro Landesmittel für die Projektförderung. Mit der Unterstützung werden beste Voraussetzungen geschaffen, angestoßene PLENUM-Projekte langfristig tragfähig zu machen, weitere innovative Ideen auf den Weg zu bringen und entwickelte Strukturen zu verstetigen. So können erfolgreiche Ansätze weiterverfolgt werden, um bspw. zukunftsfähige Konzepte für die Nutzung von Streuobstwiesen und eine erfolgreiche Vermarktung naturverträglich erzeugter Regioprodukte zu entwickeln.Wir danken dem Kreistag für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns nun auf die verbindliche Mittelzusage vom Land Baden-Württemberg.

Erfolg: Aussterben des Rebhuhns im Landkreis Tübingen vorerst gestoppt. Das von PLENUM geförderte NABU-Projekt endete am 25.11.2022 mit der Abschlussveranstaltung an der Hochschule für Forstwirtschaft (HFR)– die Schutzbemühungen sollen verstetigt werden

Mit vereinten Kräften für das Rebhuhn! 

Ist das Rebhuhn noch zu retten? Die Chancen sind jedenfalls gestiegen, dass sich in Baden-Württemberg wieder eine größere Population des gut getarnten Bodenbrüters entwickeln kann. Wichtige Vorarbeiten dazu hat ein Projekt im Landkreis Tübingen geleistet, das zum Jahreswechsel endet. Dort liegt einer der letzten Verbreitungsschwerpunkte des Brutvogels im Land. Statt den Artenschwund nur zu beklagen, haben sich verschiedene Akteure gemeinsam auf den Weg gemacht. Mit einigem Erfolg: „Das drohende Aussterben des Rebhuhns im Landkreis Tübingen konnte vorerst verhindert und der seit den 1980er Jahren kontinuierliche Rückgang erstmalig gestoppt werden. Noch können wir das Rebhuhn retten. Doch dies geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Zeit drängt!“, sagt Projektleiterin Karin Kilchling-Hink. Ihre Projektkollegin Dr. Sabine Geißler-Strobel ergänzt: „Der Erfolg ist hart erkämpft. Es leben zwar wieder mehr Rebhühner im Projektgebiet als vor sechs Jahren, aber von einer langfristig stabilen Population mit zirka 250 Rebhuhnrevieren sind wir mit den aktuell 41 Revieren noch weit entfernt.“ Das Kooperationsprojekt „Rebhuhnschutz im Landkreis Tübingen“ wurde 2017 gestartet und nach zwei Jahren Laufzeit um zweimal zwei Jahre bis 31.12.2022 verlängert. Es wurde durch PLENUM Tübingen gefördert, vom NABU-Vogelschutzzentrum in Mössingen getragen und in Kooperation mit VIELFALT e. V., der Initiative Artenvielfalt Neckartal (IAN) und dem Landratsamt Tübingen umgesetzt. Ziel war es, das drohende Erlöschen des Rebhuhns im Landkreis zu verhindern, bei Landwirtschaft, Politik und Bevölkerung ein Bewusstsein für die Bedürfnisse des Rebhuhns zu schaffen und sinnvolle Maßnahmen zu erproben und umzusetzen. Dass dieser Erfolg nur durch das besondere Engagement der regionalen Akteurinnen und Akteure möglich war, brachte der Tübinger Landrat Joachim Walter beim Treffen der Projektpartner zum Projektabschluss in Rottenburg mit seinem deutlichen Lob zum Ausdruck. „Ehrenamtliche machten sich mit Herzblut und Hoffnung im Frühjahr allabendlich auf Rebhuhnsuche. Landwirte auf ihrem Schlepper bereiteten das Saatbett für Blühmischungen. Naturschutzaktive und Kommunen stutzten die zu hoch gewordenen Gehölzkulissen. Ich danke Ihnen allen, auch jenen, die geholfen haben, den Fuchs als wichtigsten Beutegreifer des Rebhuhns in Schach zu halten.“ Die Erfahrungen aus dem Projekt sind auch in die Ausgestaltung der neuen Förderprogramme FAKT und LPR für Landwirtinnen und Landwirte ab 2023 auf Landesebene mit eingeflossen. Die Strahlkraft des Projekts mit Fachtagung und Politikberatung hat sogar bis nach Brüssel gereicht, wo auf EU-Ebene ein Schutzkonzept für das Rebhuhn erarbeitet wird. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/projekte-partner/plenum-projekt-rebhuhn/

Pflegemaßnahmen an Amphibiengewässern

Der ABS (Amphibien/Reptilien-Biotop-Schutz Baden-Württemberg e. V.) hat zur Hilfestellung für die Pflege von Amphibiengewässern, sowie alle etwaig auftretenden Fragen eine Dokumentation erstellt, welches hier mit den relevanten Informationen Antwort auf offene Fragen geben will. Dies soll helfen, die durch Amphibien genutzten Gewässer zu fordern und zu fördern um hier die Nutzbarkeit für die Amphibien zu sichern.„Handreichung zur Umsetzung von Pflegemaßnahmen an Amphibiengewässern“ ist hier zu finden.

Back to the roots und dann ab in die Zukunft: Modellprojekt für landwirtschaftliche Nutzung in Streuobstwiesen gestartet

Streuobstwiesen sind ein prägendes Element unserer Kulturlandschaft und überall im Landkreis zu finden. Um die artenreichen, blumenbunten Flächen auch für die Zukunft zu erhalten, braucht es allerdings eine regelmäßige, fachgerechte Pflege des Aufwuchses. Dies wird auf einigen Flächen bereits von engagierten Landwirt*innen praktiziert, auf vielen anderen Flächen fragen sich aber Wieseneigentümer*innen: wohin mit dem Wiesenaufwuchs? Um diese Situation zu verbessern, hat VIELFALT ein Projekt entlang der Schönbuch-Hänge gestartet, welches Grundstückseigentümer*innen und potenzielle Bewirtschafter*innen miteinander in Kontakt bringen möchte. So sollen Kooperationen entstehen, die den nachhaltigen Erhalt der artenreichen Wiesen sicherstellen und von denen gleichzeitig beide Seiten profitieren: Wieseneigentümer*innen müssen sich nicht mehr fragen, was mit dem Wiesenaufwuchs passieren soll und Tierhalter*innen haben mehr Futter für ihre Tiere zur Verfügung. Eine zukunftsfähige Win-Win-Lösung für die Streuobstwiesen entlang der Schönbuch-Hänge also.
Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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