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Berufsbezogene Erwachsenenbildung in der Landwirtschaft: Veranstaltungen Oktober 2026 bis September 2027 des Landratsamtes Tübingen

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Die Krux mit dem Gras – die Wiese unter den Obstbäumen 🍏🌼 Online-Veranstaltung am 14. Oktober

Was wächst eigentlich unter unseren Obstbäumen? Und warum ist eine artenreiche Wiese so wertvoll – aber gleichzeitig gar nicht so einfach zu pflegen?In unserem kostenfreien Online-Vortrag gibt Thorsten Teichert vom LEV Tübingen VIELFALT e.V. spannende Einblicke in die Welt unter den Obstbäumen. ●  Was wächst, kreucht und fleucht dort?●  Was genau ist eigentlich eine FFH-Wiese?●  Wie pflegt man eine gute Blumenwiese?●  Warum ist das manchmal schwieriger als gedacht?●  Und was kann trotzdem helfen? Unser Referent Thorsten Teichert ist Landschaftsgärtner, Landschaftsplaner und Obst- und Garten-Fachwart. Beim LEV Tübingen VIELFALT e.V. ist er Fachkoordinator und stellvertretender Geschäftsführer. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen unter anderem bei Natura 2000, Streuobst und Feldvogelschutz – an der Schnittstelle von Naturschutz, Landnutzung und Verwaltung. Mittwoch, 14. Oktober 2026  |  18:30 Uhr  |  Online  |  Kostenfrei👉 Anmeldung per E-Mail an: rebecca.hurlebaus@rpf.bwl.de Die Veranstaltung findet in Kooperation mit „Blühende Naturparke“ statt. Kommt mit auf eine spannende Entdeckungsreise in die Wiese unter unseren Obstbäumen!

Förderaufruf: Land fördert Streuobst-Projekte mit 500.000 Euro

Obstblüte © VIELFALT e.V.

Das Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat unterstützt mit einem neuen Förderaufruf Projekte zur Umsetzung der Streuobstkonzeption Baden-Württemberg 2030. Ministerin Marion Gentges MdL: „Wir stärken Projekte, die Streuobstwiesen erhalten und ihre Zukunft sichern.“„Unsere Streuobstwiesen sind wertvolle Lebensräume und Teil unserer Kulturlandschaft. Mit dem Aufruf zur Förderung von Streuobst-Projekten geben wir engagierten Menschen Rückenwind für neue Ideen. Mit 500.000 Euro unterstützen wir innovative Ideen für unsere Streuobstwiesen. Damit wollen wir die Pflege von Streuobstwiesen sichern, ihre Nutzung stärken und die herausragende Bedeutung für Natur und Gesellschaft sichtbar machen. Wir freuen uns, bis zum 06. November auf aussagekräftige Bewerbungen und Projektbeschreibungen“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges MdL am Dienstag (13. Oktober) anlässlich des Förderaufrufs des Ministeriums für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat zur Förderung von Streuobst-Projekten.  Streuobst zukunftsfähig gestalten Baden-Württemberg startet einen neuen Förderaufruf für Projekte rund um das Streuobst. Dafür stehen insgesamt 500.000 Euro zur Verfügung. Damit setzt das Land einen entscheidenden Baustein der Streuobstkonzeption 2030 um. Gesucht werden Projekte, die Streuobstwiesen erhalten und zukunftsfähig weiterentwickeln. Dabei geht es auch um neue Wege der Nutzung und Vermarktung. Ebenso wichtig sind Bildung, Beratung und Forschung.Der Förderaufruf umfasst vier Bereiche:Bewirtschaftung und Bestandssicherung | Verarbeitung und Vermarktung | Öffentlichkeitsarbeit, Bildung und Beratung | Forschung und Innovation.Besonders gefragt sind Projekte mit einem klaren regionalen Ansatz. Auch die in der Vorstudie zur Streuobstkonzeption 2030 definierten baden-württembergischen Streuobstregionen sollen davon profitieren.  Förderung für vielfältige ProjektträgerAnträge können verschiedene Einrichtungen und Organisationen stellen. Dazu gehören Unternehmen aus der Landwirtschaft und Ernährung oder dem Garten- und Weinbau. Auch vor- und nachgelagerte Unternehmen sind antragsberechtigt. Außerdem können Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen sowie Vereine und Verbände Anträge einreichen. Auch Kommunen und andere öffentliche Stellen können sich beteiligen.Die Projekte müssen in Baden-Württemberg umgesetzt und mindestens einem der vier Förderbereiche zugeordnet werden. Bei der Auswahl stehen unter anderem Innovation, Nachhaltigkeit und Übertragbarkeit im Fokus. Auch die Wirkung auf die Gesellschaft spielt eine wichtige Rolle. Dazu gehört die öffentliche Wahrnehmung des Streuobsts und die Einbindung junger Menschen.  Anträge bis 6. November einreichenInteressierte können ihre Anträge bis zum 6. November 2026 einreichen. Die Antragstellung erfolgt ausschließlich elektronisch per E-Mail an streuobst@mlr.bwl.de.Die Projekte können eine Laufzeit von maximal einem Jahr haben. Sie müssen spätestens bis zum 31. Dezember 2027 abgeschlossen sein.Weitere Informationen zum Förderaufruf und die Antragsunterlagen sind auf der Internetseite des Ministeriums abrufbar:https://streuobst.landwirtschaft-bw.de/,Lde/Startseite/Foerderung/Foerderaufruf  Hintergrundinformationen:Die Streuobstkonzeption 2030 wurde am 9. Juli 2024 von der Landesregierung beschlossen. Sie umfasst sieben Handlungsfelder. Dazu gehören unter anderem die Bewirtschaftung und Bestandssicherung, Verarbeitung und Vermarktung sowie Bildung, Beratung und Forschung. Der aktuelle Förderaufruf setzt vier dieser Handlungsfelder konkret mit Projektförderung um.

„Das Paradies brennt!“ – von November bis April entführen Brennereien in die Welt der Edeldestillate

Ammertal Brennerei, Gasthof Lamm, Volker Theurer © Schwäbisches Streuobstparadies e.V.

Während draußen der goldene Herbst mit seinen sonnigen Tagen verzaubert, zischt, blubbert und brodelt es bereits im Kessel der Brenner im Streuobstparadies. In mühevoller Handarbeit wird den reifen Früchten dieses Sommers im Brennkessel der Geist der Streuobstwiesen entlockt.Lassen Sie sich von den vielfältigen Aromen der Obstwiese, geschmacksintensiven Destillaten und fruchtigen Likören überraschen. Zugleich zeigen die hochprozentigen Streuobst-Produkte, welche wichtige Aufgabe die Brennereien für den Erhalt der Landschaft erfüllen, denn diese hegen und pflegen die Kulturlandschaft am Albtrauf. Der Verein Schwäbisches Streuobstparadies e.V. gibt zur Veranstaltungsreihe „Das Paradies brennt“ zum 14. Mal ein Programm heraus, welches diese Termine rund um den Brennkessel zusammenfasst. Mit dabei sind dieses Jahr Verkostungen, Schaubrennen, Seminare, Führungen uvm.. Besuchen Sie doch eine – oder mehrere – der Veranstaltungen und tauchen Sie ein in die aromatische Welt der Brennkunst.  Folgende Termine stehen im November an: Freitag, 06. November von 18:00 bis 20:00 Uhr„Von der Frucht zum Destillat – Schaubrennen mit Verkostung“ in der Brennerei Walter in Dettingen an der Erms, € 14 p.P., Anmeldung erforderlichwww.brennerei-walter.de Freitag, 06. November ab 19:00 Uhr„Das Neuffener Tal als Juwel der Streuobstwiesen“ bei Peter`s edle Destillate in Frickenhausen-Linsenhofen, € 35 p.P., Anmeldung erforderlichwww.brennerei-trost.de  Samstag, 14. November ab 17:00 Uhr„Große Brennereiführung“ auf dem Berghof Rabel in Owen. Inklusive Verkostung, Führung, Häppchen und Erinnerungsglas, € 35 p.P., Anmeldung erforderlichwww.berghof-rabel.hoffrisch.de Samstag, 14. November 14:00 bis 19:00 Uhr „Exklusive Brennereiführung mit Verkostung“ in der Ammertal Brennerei in Tübingen-Unterjesingen. € 18,50 p.P., Anmeldung erforderlichwww.gasthof-lamm.de  Das vollständige Programm, sowie alle Informationen finden Sie auch auf unserer Homepagewww.streuobstparadies.de

Handwerkliche Baumschulen für die Zukunft der Streuobstwiesen

NEUE ONLINE HILFE VON HOCHSTAMM DEUTSCHLAND UND NABU ZEIGT WO QUALITÄT WÄCHST
Wie sichern wir die Zukunft unserer Streuobstwiesen, wenn immer mehr traditionelle Baumschulen schließen? Die Antwort lautet: durch Transparenz und gezielte Unterstützung des Handwerks. Genau hier setzt eine neue, praktische Initiative von NABU und Hochstamm Deutschland e.V. an. In einer bundesweiten, digitalen Übersicht sind über 180 handwerkliche Baumschulen von Schleswig-Holstein bis Bayern aufgelistet. Wiesenbesitzer*innen, Kommunen und alle, die Bäume pflanzen, sehen nun auf einen Blick, wo sie garantiert sortenechte, gesunde Bäume aus eigener Veredelung finden – eine wichtige Stellschraube für den langfristigen Erhalt unserer Kulturlandschaft.
 
Hier geht's zu den Infos.

Artenvielfalt im Supermarktregal: Neues Siegel „100 % Streuobst“ startet durch

100 % Streuobst Markenzeichen © Hochstamm

Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen Europas, verlangen Bewirtschaftenden jedoch viel Arbeit ab. Wer Streuobstprodukte kauft, kann diesen Naturschutz direkt unterstützen. Das Herkunfts- und Qualitätszeichen „100 % Streuobst“ von Hochstamm Deutschland e.V. startet jetzt durch: Dank einer neuen Dokumentationssoftware öffnet sich das Zertifizierungssystem ab sofort für Erzeugungsbetriebe, Keltereien und Initiativen. Das Siegel garantiert Verbraucherinnen und Verbrauchern auf einen Blick 100 % echte Rohstoffe von heimischen Streuobstwiesen – ohne Konzentrate oder Plantagenware. Informationen zum Markenzeichen, den Kriterien sowie Pressebilder finden Sie in der beiliegenden Pressemitteilung und auf www.hunderprozentstreuobst.de.

LOGL-Pilotprojekt: Klimafitte Anzucht-und Etablierungsverfahren für den Streuobstbau

Der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft Baden-Württemberg (LOGL) hat gemeinsam mit Hochstamm Deutschland e.V. und dem Pomologen-Verein/Wurzel AG ein vom Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat (MLR) gefördertes Projekt umgesetzt, das sich mit dem Thema „Klimaresiliente Streuobstwiese” befasst. In diesem Projekt geht es um die Herausforderungen für junge Obstbäume durch Hitze, Trockenperioden und schwierige Anwachsbedingungen. Bereits im Juni fand ein Pilotseminar „Klimaresiliente Streuobstwiese“ für Vereine, Fachwart*innen und Obstbaumpflegende statt, um dieses Wissen in die Praxis zu tragen. Ausarbeitungen, die im Rahmen des Projektes entstanden sind, können nun auf der Projektseite des MLR runtergeladen werden. Darunter sind z.B. die Anleitung zur Etablierung eines Affolters (Pflanzhügel), sowie ein Bericht zu Unterlagen für starkwüchsige Apfel- und Birnenbäume. Hier geht's zu den Infos.

Maschinen- und Gerätevorführung rund um die Streuobsternte

Obstauflesemaschinen © VIELFALT e.V.

Zusammen mit Kreisobstbauberater Joachim Löckelt, vom Landratsamt Tübingen, dem Obst- und Gartenbauverein Mössingen und der Kostbar Obstmanufaktur wurde am 15.09.2026 mehr als 30 Interessierten verschiedenste Ausstattung für die der Obsternte gezeigt: Erntenetze und -folien, Dreibeinleitern und Steigtannen, eine Obstraupe sowie Aufsitz-Auflesemaschine, Rollblitze, Obstbaumschüttler, Obstpflücker, Obstkisten, ein Sortiertisch, ein Pflückschlitten, eine Obstkisten-Schubkarre und vieles mehr. Darüber hinaus erklärte Joachim Löckelt wie man den Reifegrad am frischen Obst mit Jod durchführt sowie den Zuckergehalt mit dem Refraktometer bestimmt. 
Der Termin fand im Rahmen der Most-Offensive des Landkreises Tübingen statt und wurde durch das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg gefördert.

Reifegradbestimmung mit Jod © VIELFALT e.V.
Erntekorb von Korbflechter Walter Maier sowie Belsener Omel © VIELFALT e.V.

Projektausschreibung „Wir fördern Vielfalt“ von der Stiftung Naturschutzfonds

Unter dem Motto „Wir fördern Vielfalt“ unterstützt die Stiftung Naturschutzfonds Projekte mit dem Ziel, positive Entwicklungen und Veränderungen im Naturschutz anzustoßen. Die Stärkung und der Erhalt der biologischen Vielfalt stehen hierbei im Vordergrund. Am 17. September 2026, 15.00 - 16.30 Uhr, bietet die Stiftung eine digitale Informationsveranstaltung rund um die Fördermöglichkeiten und Antragstellung an. Eine Anmeldung hierfür ist bis 15. September möglich. Bewerbungsschluss: 2. November 2026 Weitere Infos gibt es hier.

🍐 Kulturlandschaftspreis 2026 für den Dorf- und Kulturverein Hagelloch e.V.

Erkennungsmerkmal Birnenweg © VIELFALT e.V.

Der Dorf- und Kulturverein Hagelloch e.V. gehört zu den Preisträgern des Kulturlandschaftspreises 2026, der vom Schwäbischen Heimatbund und den Sparkassen vergeben wird. Ausgezeichnet wurde das Projekt „StreuobstRiesen – der Hagellocher Birnenweg“, ein rund 5,7 Kilometer langer Rundwanderweg durch die Hagellocher Streuobstwiesen.

Birnen © VIELFALT e.V.

Entlang des Weges lassen sich beeindruckende alte Birnbäume und 18 überwiegend historische und lokale Sorten entdecken. Infotafeln und eine begleitende Broschüre vermitteln Wissenswertes über die Birnensorten, die Nutzung des Obstes und die besondere Bedeutung der Streuobstwiesen als Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Besonders schön ist die Verbindung von Natur, Kulturgeschichte und Erholung. Unterwegs bieten sich immer wieder herrliche Ausblicke auf die „Blaue Mauer“ des Albtraufs.

Blick von der Panoramaliege © VIELFALT e.V.

Ein tolles Beispiel dafür, wie regionale Geschichte, Naturschutz und ein schönes Wandererlebnis miteinander verbunden werden können.
 
Das Projekt wurde mit Mitteln des Förderprogramms PLENUM des Landes Baden-Württemberg unterstützt.
 
📍 Hagelloch bei Tübingen
🥾 5,7 km Rundweg
🍐 18 Birnensorten
🌳 Natur, Streuobst & Heimatgeschichte
 
Weitere Informationen finden Sie hier.

🌾Hoher Besuch im Rebhuhn-Gebiet!

Feldvogelexkursion © VIELFALT e.V.

Am Dienstag, 30. Juni konnten die hiesigen Akteure des Bundesprojektes „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern“ Gäste aus der Landesverwaltung im Landkreis Tübingen begrüßen.Vertreterinnen und Vertreter aus dem Ministerium Ländlicher Raum und dem Umweltministerium sowie KollegInnen aus den zugehörigen Landesanstalten wollten sich vor Ort ein Bild machen von den Aktivitäten hier für die Feldvögel.Die fachkundigen Infos von NABU-Landesverband, Landesjagdverband, OrnithologInnen und Landschaftserhaltungsverband VIELFALT fanden interessierte Ohren – alle waren sehr beeindruckt, „was hier so alles geht“.
Und auch einige Anregungen und Wünsche konnten den Gästen nach Stuttgart mitgegeben werden:➡️ Mehrjährige Ackerbrachen sind total wichtig (auch wenn sie chaotisch aussehen).➡️ Bäume, Füchse und Katzen sind für Feldvögel überhaupt nicht toll.➡️ Weniger Bürokratie, mehr Geld.
Über solche und andere Themen konnte ganz offen diskutiert werden. Damit die Rahmenbedingungen für so coole Projekte an der Schnittstelle zwischen Landwirtschaft und Naturschutz immer noch besser werden!

🍇🦎 Neues Weinwegle an der Wurmlinger Kapelle eröffnet

Eine der drei Portaltafeln des Weinwegles kurz vor der Eröffnung © VIELFALT e.V.

Am 20. Juni wurde im Rahmen des Wurmlinger Weinbergfestes das neue Weinwegle offiziell eröffnet. Der modernisierte Wein-, Obst- und Naturlehrpfad lädt dazu ein, die einzigartige Kulturlandschaft rund um die Wurmlinger Kapelle auf abwechslungsreiche Weise zu entdecken.
An zahlreichen Stationen erfahren Besucherinnen und Besucher Spannendes über Wein- und Obstbau, Geologie, Lebensräume sowie die Tier- und Pflanzenwelt am Kapellen- und Spitzberg. Moderne Infotafeln werden durch QR-Codes ergänzt, über die Audio-Inhalte und englische Übersetzungen abgerufen werden können.

Claus Sieß, Weinprinzessing Manuela Breitmayer und Markus Beschoner stoßen auf die Eröffnung des Weinwegles an © VIELFALT e.V.

Auch Familien kommen auf ihre Kosten: Kinder werden von dem Maskottchen Smaragdi durch das Weinwegle begleitet und können die Natur an interaktiven Stationen spielerisch erkunden.
Das Weinwegle wurde von den Weinbauvereinen Wurmlingen und Hirschau mit großem ehrenamtlichem Engagement entwickelt und im Rahmen des PLENUM-Förderprogramms unterstützt. Möglich wird dies durch die Förderung des Umweltministeriums BW, die der Landkreis Tübingen gemeinsam mit VIELFALT e.V. vor Ort umsetzt. Das Weinwegle zeigt eindrucksvoll, wie Naturerlebnis, Umweltbildung und regionale Identität miteinander verbunden werden können.
Wir gratulieren allen Beteiligten zur gelungenen Umsetzung und wünschen dem Weinwegle viele neugierige Besucherinnen und Besucher! 🦎🌱

Klimaanpassung bei Natura 2000: Beweidung stärkt Artenvielfalt und macht Lebensräume klimaresilient

Beweidung auf dem Betrieb Bunde Wischen eG Schleswig © Gerd Kämmer

Anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt warnt der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL): Der Klimawandel stellt das bisherige Schutzkonzept von Natura 2000 auf den Prüfstand. Veränderte Wasserhaushalte und verschobene Artenzusammensetzungen gefährden wertvolle Lebensräume. Der DVL fordert deshalb praxistaugliche Anpassungsstrategien. Eine zentrale Rolle spielt die extensive Beweidung: Sie erhält artenreiche Kulturlandschaften und macht Lebensräume widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.
Wie macht man Natura 2000-Schutzgebiete, die europäischen Hotspots der Artenvielfalt, fit für den Klimawandel?Extensive Beweidung ist eine zentrale Strategie: Sie erhält artenreiche Kulturlandschaften und macht Lebensräume widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels.Gleichzeitig stehen weidetierhaltende Betriebe selbst vor großen Herausforderungen: Sie müssen Wege finden, ihre Tiere weiterhin ganzjährig zu versorgen – trotz zunehmender Wetterextreme.
Warum das Thema zum Internationalen Tag der biologischen Vielfalt so wichtig ist, und welche Lösungen der DVL sieht, liest du hier:👉 Klimaanpassung bei Natura 2000: Beweidung stärkt Artenvielfalt und macht Lebensräume klimaresilient
Und hier:👉 Weidebündnis wächst weiter

Gläserne Produktion 2026

Unter dem Motto „Gläserne Produktion“ laden auch 2026 verschiedene landwirtschaftliche und verarbeitende Betriebe im Landkreis Tübingen dazu ein, hinter die Kulissen zu blicken. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten dabei spannende Einblicke in die heimische Landwirtschaft und regionale Lebensmittelverarbeitung und erfahren mehr über die Herstellung regionaler Produkte.
Nähere Infos finden Sie im Flyer. Zu den Anmeldungen geht´s hier.

Angebote für Moscht-Interessierte

Auf unserer Webseite gibt es unter Marktplatz > Bildungsangebote jetzt Informationen zu neuen Angeboten:

Vorträge und Vorführungen
Most-Patenschaft
Most-Juroren

Kurs- und Veranstaltungsprogramm Schwäbisches Streuobstparadies

Ab sofort steht wieder ein bunter Strauß an Veranstaltungen des Schwäbischen Streuobstparadieses bereit. Für Jung und Alt, Profi und AnfängerInnen finden sich spannende Kurse und Veranstaltungen. Stöbern lohnt sich! 🍎🌱🍐

DVL veröffentlicht neue Streuobst-Wissensseite!

Auf der Webseite bündelt der DVL Streuobst-Praxiswissen mit dem Schwerpunkt Biodiversität und Klimaanpassung. Interessierte findet dort Schulungsunterlagen, Praxisanleitungen und Fachinformationen und können sich zu Online-Schulungen anmelden. Wissensseite und weitere Infos: https://www.streuobst.dvl.org/

Berichte vergangener Veranstaltungen

Kreistag mit deutlichem Votum für Naturschutz in der Regionalentwicklung

Ob das im Landkreis Tübingen seit 2013 umgesetzte das Landesprogramm PLENUM („Projekt des Landes Baden-Württemberg zur Erhaltung von Natur und Umwelt“) fortgeführt werden kann, stand aktuell im Kreistag des Landkreises Tübingen zur Abstimmung.Im Gremium gab keine Zweifel, dass VIELFALT e.V. in den vergangenen Jahren als PLENUM-Geschäftsstelle und Landschaftserhaltungsverband (LEV) sehr erfolgreiche Arbeit geleistet hat, die es fortzuführen gilt. In enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung wird das Leitmotto „Schützen durch Nützen“ im Landkreis Tübingen gelebt.So konnten bisher z.B. zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe, Wengerter, Landschaftspfleger*innen, Naturschutz-, Obst- und Gartenbauvereine etc. bei ihren umfangreichen Investitionen in Gerätschaften für die Bewirtschaftung und Pflege von Streuobstwiesen und anderen Extensivflächen unterstützt werden. Solche Investitionsförderungen und neue konzeptionelle Ansätze setzen seither wichtige Impulse für eine naturschutzorientierte Regionalentwicklung, die Offenhaltung unserer Kulturlandschaft und die Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen. Insgesamt wurden bis Ende 2022 Fördermittel in Höhe von insgesamt knapp 2,1 Mio. für beachtliche 366 PLENUM-Projekte ausgezahlt. Dass dabei auch einige sinnstiftende Beschäftigungsverhältnisse für Menschen mit Behinderung entstanden sind, ist ein besonderer Gewinn!Diese Bilanz überzeugte am 29.03.2022 den Kreistag ohne Diskussion. Mit großer Zustimmung ist das Gremium der einstimmigen Beschlussempfehlung des Verwaltungs- und Technischen Ausschusses (01.03.2023) gefolgt und hat zugesagt, von Juni 2025 bis Dezember 2027 die Finanzierung des PLENUM-Personals (inkl. Betriebskostenanteil) vollständig zu übernehmen. Diese großzügige Zusage sichert dem Landkreis Tübingen weitere 200.000 Euro Landesmittel für die Projektförderung. Mit der Unterstützung werden beste Voraussetzungen geschaffen, angestoßene PLENUM-Projekte langfristig tragfähig zu machen, weitere innovative Ideen auf den Weg zu bringen und entwickelte Strukturen zu verstetigen. So können erfolgreiche Ansätze weiterverfolgt werden, um bspw. zukunftsfähige Konzepte für die Nutzung von Streuobstwiesen und eine erfolgreiche Vermarktung naturverträglich erzeugter Regioprodukte zu entwickeln.Wir danken dem Kreistag für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns nun auf die verbindliche Mittelzusage vom Land Baden-Württemberg.

Erfolg: Aussterben des Rebhuhns im Landkreis Tübingen vorerst gestoppt. Das von PLENUM geförderte NABU-Projekt endete am 25.11.2022 mit der Abschlussveranstaltung an der Hochschule für Forstwirtschaft (HFR)– die Schutzbemühungen sollen verstetigt werden

Mit vereinten Kräften für das Rebhuhn! 

Ist das Rebhuhn noch zu retten? Die Chancen sind jedenfalls gestiegen, dass sich in Baden-Württemberg wieder eine größere Population des gut getarnten Bodenbrüters entwickeln kann. Wichtige Vorarbeiten dazu hat ein Projekt im Landkreis Tübingen geleistet, das zum Jahreswechsel endet. Dort liegt einer der letzten Verbreitungsschwerpunkte des Brutvogels im Land. Statt den Artenschwund nur zu beklagen, haben sich verschiedene Akteure gemeinsam auf den Weg gemacht. Mit einigem Erfolg: „Das drohende Aussterben des Rebhuhns im Landkreis Tübingen konnte vorerst verhindert und der seit den 1980er Jahren kontinuierliche Rückgang erstmalig gestoppt werden. Noch können wir das Rebhuhn retten. Doch dies geht nur, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Zeit drängt!“, sagt Projektleiterin Karin Kilchling-Hink. Ihre Projektkollegin Dr. Sabine Geißler-Strobel ergänzt: „Der Erfolg ist hart erkämpft. Es leben zwar wieder mehr Rebhühner im Projektgebiet als vor sechs Jahren, aber von einer langfristig stabilen Population mit zirka 250 Rebhuhnrevieren sind wir mit den aktuell 41 Revieren noch weit entfernt.“ Das Kooperationsprojekt „Rebhuhnschutz im Landkreis Tübingen“ wurde 2017 gestartet und nach zwei Jahren Laufzeit um zweimal zwei Jahre bis 31.12.2022 verlängert. Es wurde durch PLENUM Tübingen gefördert, vom NABU-Vogelschutzzentrum in Mössingen getragen und in Kooperation mit VIELFALT e. V., der Initiative Artenvielfalt Neckartal (IAN) und dem Landratsamt Tübingen umgesetzt. Ziel war es, das drohende Erlöschen des Rebhuhns im Landkreis zu verhindern, bei Landwirtschaft, Politik und Bevölkerung ein Bewusstsein für die Bedürfnisse des Rebhuhns zu schaffen und sinnvolle Maßnahmen zu erproben und umzusetzen. Dass dieser Erfolg nur durch das besondere Engagement der regionalen Akteurinnen und Akteure möglich war, brachte der Tübinger Landrat Joachim Walter beim Treffen der Projektpartner zum Projektabschluss in Rottenburg mit seinem deutlichen Lob zum Ausdruck. „Ehrenamtliche machten sich mit Herzblut und Hoffnung im Frühjahr allabendlich auf Rebhuhnsuche. Landwirte auf ihrem Schlepper bereiteten das Saatbett für Blühmischungen. Naturschutzaktive und Kommunen stutzten die zu hoch gewordenen Gehölzkulissen. Ich danke Ihnen allen, auch jenen, die geholfen haben, den Fuchs als wichtigsten Beutegreifer des Rebhuhns in Schach zu halten.“ Die Erfahrungen aus dem Projekt sind auch in die Ausgestaltung der neuen Förderprogramme FAKT und LPR für Landwirtinnen und Landwirte ab 2023 auf Landesebene mit eingeflossen. Die Strahlkraft des Projekts mit Fachtagung und Politikberatung hat sogar bis nach Brüssel gereicht, wo auf EU-Ebene ein Schutzkonzept für das Rebhuhn erarbeitet wird. Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.nabu-vogelschutzzentrum.de/projekte-partner/plenum-projekt-rebhuhn/

Pflegemaßnahmen an Amphibiengewässern

Der ABS (Amphibien/Reptilien-Biotop-Schutz Baden-Württemberg e. V.) hat zur Hilfestellung für die Pflege von Amphibiengewässern, sowie alle etwaig auftretenden Fragen eine Dokumentation erstellt, welches hier mit den relevanten Informationen Antwort auf offene Fragen geben will. Dies soll helfen, die durch Amphibien genutzten Gewässer zu fordern und zu fördern um hier die Nutzbarkeit für die Amphibien zu sichern.„Handreichung zur Umsetzung von Pflegemaßnahmen an Amphibiengewässern“ ist hier zu finden.

Back to the roots und dann ab in die Zukunft: Modellprojekt für landwirtschaftliche Nutzung in Streuobstwiesen gestartet

Streuobstwiesen sind ein prägendes Element unserer Kulturlandschaft und überall im Landkreis zu finden. Um die artenreichen, blumenbunten Flächen auch für die Zukunft zu erhalten, braucht es allerdings eine regelmäßige, fachgerechte Pflege des Aufwuchses. Dies wird auf einigen Flächen bereits von engagierten Landwirt*innen praktiziert, auf vielen anderen Flächen fragen sich aber Wieseneigentümer*innen: wohin mit dem Wiesenaufwuchs? Um diese Situation zu verbessern, hat VIELFALT ein Projekt entlang der Schönbuch-Hänge gestartet, welches Grundstückseigentümer*innen und potenzielle Bewirtschafter*innen miteinander in Kontakt bringen möchte. So sollen Kooperationen entstehen, die den nachhaltigen Erhalt der artenreichen Wiesen sicherstellen und von denen gleichzeitig beide Seiten profitieren: Wieseneigentümer*innen müssen sich nicht mehr fragen, was mit dem Wiesenaufwuchs passieren soll und Tierhalter*innen haben mehr Futter für ihre Tiere zur Verfügung. Eine zukunftsfähige Win-Win-Lösung für die Streuobstwiesen entlang der Schönbuch-Hänge also.
Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

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