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Aktuelles

Vor Ort biologische Vielfalt bewahren - Bis Dezember 2022 PLENUM-Antrag für Projekte in 2023 stellen!

Im Landkreis Tübingen stehen seit 2013 jährlich fast ein Viertelmillion Euro zur Verfügung, um direkt oder indirekt eine naturschutzorientierte Landbewirtschaftung zu fördern, Artenschutzmaßnahmen auf den Weg zu bringen, Menschen über Naturschutzziele aufzuklären und manches mehr. Dank des Förderprogramms PLENUM (Projekt des Landes zur Erhaltung und Entwicklung von Natur und Umwelt) konnten so in den vergangenen Jahren z.B. zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe, Wengerter, Landschaftspfleger*innen, Naturschutz-, Obst- und Gartenbauvereine etc. bei ihren umfangreichen Investitionen in Gerätschaften für die Bewirtschaftung und Pflege von Streuobstwiesen und anderen Extensivflächen unterstützt werden. Aber auch die nachgelagerten Verarbeitungsstufen (Mostereien, Brennereien, Mühlen, Molkereien etc.) haben nennenswerte Schritte in Richtung Qualitätssteigerung und -sicherung mit Unterstützung von PLENUM unternommen. Insgesamt konnten für Produkte aus angepasster Bewirtschaftung schützenswerter Lebensräume die Voraussetzungen für eine langfristig erfolgreiche Regionalvermarktung gestärkt werden. Dass dabei auch einige sinnstiftende Beschäftigungsverhältnisse für Menschen mit Behinderung entstanden sind, ist ein besonderer Gewinn!So soll es weitergehen und die verfügbaren Mittel aus dem Haushaltsjahr 2023 entsprechend genutzt werden! Wenn Sie schon länger über Investitionen im Bereich der Landschaftspflege, Direktvermarktung oder der Verarbeitung naturverträglich erzeugter Rohstoffe nachdenken, melden Sie sich bitte bei uns. Besonders begrüßt werden stets Projekte, die eine gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit sozialer Benachteiligung ermöglichen.VIELFALT e.V. unterstützt Privatpersonen, Landwirt*innen, Gewerbetreibende, Initiativen, Vereine, Kommunen und andere dabei, Fördermittel aus dem Landesprogramm zu beantragen. Anträge für 2023 müssen bis zum 16. Dezember 2022 bei VIELFALT e.V. eingereicht werden.Bitte klären Sie grundsätzlich vor der Antragstellung mit den Mitarbeiter*innen der VIELFALT-Geschäftsstelle, ob Ihre Projektidee über PLENUM Tübingen förderfähig ist und welche weiteren Voraussetzungen für eine Förderung erfüllt sein müssen. Das Team steht gerne für ein erstes Gespräch und zur weiteren Beratung und Antragsabwicklung zur Verfügung. 

Mostsaison 2022: Termine der Mostereien im Landkreis Tübingen ab sofort online verfügbar

Genaue Infos zu den Annahmezeiten und den Mostereien finden Sie in unserer interaktiven Karte.

Abwechslungsreiches Programm in der Obstwerkstatt des Streuobst-Infozentrums Mössingen - Veranstaltungen im Oktober 2022

Quelle: pixabay

Das Streuobst-Infozentrum des Schwäbisches Streuobstparadies e.V. in Mössingen lädt seit seiner Eröffnung im Jahr 2018 Groß und Klein zum spielerischen Lernen und Entdecken ein. Die Besucher können Spannendes und Wissenswertes rund ums Streuobst erfahren, sich als Singvogel ausprobieren, die Seele in der blühenden Wiese baumeln lassen, beim Obsternten schwitzen und ihre Fähigkeiten beim virtuellen Baumschnitt testen. Die dazugehörige Obstwerkstatt bietet auch im Oktober wieder ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm für Erwachsene und Kinder an.
 
Samstag, 08. Oktober 2022 : Kreative Streuobstwiesenführung
Workshop für Erwachsene mit Daniela Häberle – 15:00 bis 17:30 Uhr

Teilnahmegebühr € 25 p.P. inkl. € 8 für Material
Mitbringen: Sammelkörbchen und eine Gartenschere
Anmeldeschluss: 04. Oktober 2022 unter: streuobst.wiese.erleben@gmx.de
 
Samstag, 08. Oktober 2022: Türkisch für Anfänger – Lektion 1: Mezze
Kochkurs für Erwachsene mit Öznur Tekin - 17:00 bis 21:00 Uhr

Teilnahmegebühr € 47 p.P. inkl. € 21 für Material, Lebensmittel, Getränke und Rezeptheft
Mitbringen: Kochschürze und Gefäße für Reste
Anmeldeschluss: 04.10.2022 unter: obstwerkstatt@streuobstparadies.de
 
Freitag, 14. Oktober 2022: Schwäbisch!...aber VEGAN
Kochkurs mit Janina Kühnberger – 16:30 – 20:30 Uhr

Teilnahmegebühr: € 35 p.P. inkl. € 15 für Lebensmittel, Getränke und Rezeptheft
Mitbringen: Kochschürze und Gefäße für Reste
Anmeldeschluss: 11. Oktober 2022 unter: janina.kuehnberger@freenet.de
 
Samstag, 15. Oktober 2022: Einlegen, Einkochen, Fermentieren
Kochkurs für Erwachsene mit Annette Roggenstein – 15:00 – 19:00 Uhr

Teilnahmegebühr: € 42 p.P. inkl € 18 für Lebensmittel, Getränke, kleinen Imbiss und Rezeptheft
Mitbringen: Schürze, verschiedene Schraubgläser
Anmeldeschluss: 11. Oktober 2022 unter: ganzleckerkochen@gmx.net
 
Samstag, 22. Oktober 2022: Futterglocken basteln
Bastelkurs für Kinder ab 6 Jahren mit einer Begleitperson mit Daniela Häberle – 10:00 bis 11:30 Uhr

Teilnahmegebühr: € 20 pro Kind inkl. € 7 für Material
Anmeldeschluss: 18.10.2022 unter: streuobst.wiese.erleben@gmx.de
 
Samstag, 29. Oktober 2022: Wilde Heckenküche
Workshop für Erwachsene mit Gyda Rupprecht – Teil 1: 13:30 – 15:30 Uhr, Teil 2: 17:00 – 20:00 Uhr

Teilnahmegebühr: Teil 1: € 18, Teil 2: € 28 p.P. inkl. je € 8 für Material
Anmeldeschluss: 24.10.2022 unter: gyda.rupprecht@t-online.de
 
Nähere Informationen zu diesen und vielen weiteren tollen Kursen findet man auf der Homepage des Vereins Schwäbisches Streuobstparadies e.V. www.streuobstparadies.de.
 
Tipp: Bestellen Sie doch einfach die Broschüre „Obstwerkstatt im Streuobstinforzentrum“ mit allen Kursen von September bis Oktober 2022. Ganz einfach unter: kontakt@streuobstparadies.de
 
KreisBonusCard Ermäßigungen auf die Teilnahmegebühr (Kinderkurse 100% Ermäßigung; Erwachsenenkurse 50%) zzgl. Materialkosten.
 
Kontakt:
Schwäbisches Streuobstparadies e.V.
Bismarckstrasse 21
72574 Bad Urach
Telefon: 07125 – 309 32 63
e-mail: kontakt@streuobstparadies.de / www.streuobstparadies.de

Aktionswoche „Achtung Artenvielfalt“

Quelle: feda.bio

Die bundesweite Aktionswoche „Achtung Artenvielfalt!“ wurde 2021 von der BMBF-Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) und der Sneckenberg Gesellschaft für Naturforschung ins Leben gerufen.
Die Aktionswoche „Achtung Artenvielfalt!“ wird dieses Jahr vom 10.–16. Oktober 2022 stattfinden.
Mehr Informationen zur Aktionswoche finden Sie in hier. Wenn Sie eine eigene Veranstaltung anbieten möchten, klicken Sie bitte hier.

Wettbewerb „Unsere Heimat und Natur“ 2023

Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2023
https://www.unsereheimat.de/unsere-marke/unsere-heimat-natur/

Runter vom Sofa, rein in die Obstwerkstatt: das neue Kursprogramm ist da!

Das Streuobst-Infozentrum des Vereins Schwäbisches Streuobstparadies e.V. in Mössingen lädt seit seiner Eröffnung im Jahr 2018 Groß und Klein zum spielerischen Lernen und Entdecken ein. Die Besucher können Spannendes und Wissenswertes rund ums Streuobst erfahren, sich als Singvogel ausprobieren, die Seele in der blühenden Wiese baumeln lassen, beim Obsternten schwitzen und ihre Fähigkeiten beim virtuellen Baumschnitt testen.

Die dazugehörige Obstwerkstatt bietet seit 2019 ein umfangreiches und abwechslungsreiches Programm für Erwachsene, Kinder, Teenies und Familien an. Ob Kochen, Backen, Filzen, Saft pressen oder Streuobstwiesenbaden – hier ist für jeden was dabei. Kürzlich ist nun auch das neue Programmheft für das zweite Halbjahr 2022 mit dem umfangreichen Kursangebot zwischen September und Dezember 2022 erschienen (7,452 MiB).

Informationen dazu findet man auf der Homepage des Vereins Schwäbisches Streuobstparadies e.V. www.streuobstparadies.de. Zudem liegt das Kursprogramm bei vielen Touristinformationen und Rathäusern aus und kann kostenfrei unter kontakt@streuobstparadies.de bestellt werden.
Übrigens: Die Obstwerkstatt kann auch exklusiv mit einer Gruppe besucht werden. Schulklassen, Kindergeburtstage oder sonstige Gruppen sind herzlichen Willkommen!

Kontakt:
Schwäbisches Streuobstparadies e.V.
Bismarckstrasse 21
72574 Bad Urach
Telefon: 07125 – 309 32 63
e-mail: kontakt@streuobstparadies.de
www.streuobstparadies.de

Umweltpreis Stadtwerke Tübingen 2022

Bewerbungsschluss ist der 21. Oktober 2022
www.swt-umweltpreis.de

Wiesenspaziergang in Breitenholz

Gemütlicher Ausklang bei Apfelschorle und Bratwurst. © VIELFALT e.V.

Am Donnerstag, den 2. Juni, lud der Verein VIELFALT zum abendlichen Wiesenspaziergang rund um Breitenholz ein. Zentrales Thema war die Bewirtschaftung der Streuobstwiesen, die als Hotspot der Artenvielfalt gelten, in ihren Beständen aber kontinuierlich abnehmen. Eine wichtige Rolle zum Erhalt der Flächen spielt die Nutzung des Unterwuchses, die bei den meisten privaten Besitzer*innen heutzutage aber kaum mehr von Bedeutung ist. Das Projekt „A gmäht’s Wiesle“ soll dem entgegenwirken, indem es Wiesenbesitzer*innen und Landwirte zusammenbringt.
Der Einladung folgten knapp 50 Interessierte, die sich bei schönstem Sonnenschein rund zwei Stunden von den Fachleuten durch die vielfältige Landschaft entlang des Schönbuchs führen ließen. Bereichert wurden die angesprochenen Themen durch einige Landwirte, die ihre praktischen Erfahrungen und Herausforderungen bei der Streuobstwiesenpflege direkt an die Besucher weitergeben konnten. Der Appell daraus an die Grundstückseigentümerinnen und Grundstückseigentümer: Die Nutzung des Wiesenaufwuchses komplett einem Landwirt zu übergeben, da sich nur so für beide Seiten der Aufwand verringert – Der Landwirt ist flexibel und der/die Besitzerin muss sich nicht mehr mit der Frage befassen „Wohin mit dem Mähgut?“.
Um den Teilnehmenden auch die kulinarischen Vorzüge der Streuobstwiesenpflege näher zu bringen, wurden zum Abschluss Apfelschorle und Würstchen angeboten, deren Rohstoffe zum Großteil direkt aus Breitenholz stammten.

Pflegemaßnahmen an Amphibiengewässern

Der ABS (Amphibien/Reptilien-Biotop-Schutz Baden-Württemberg e. V.) hat zur Hilfestellung für die Pflege von Amphibiengewässern, sowie alle etwaig auftretenden Fragen eine Dokumentation erstellt, welches hier mit den relevanten Informationen Antwort auf offene Fragen geben will. Dies soll helfen, die durch Amphibien genutzten Gewässer zu fordern und zu fördern um hier die Nutzbarkeit für die Amphibien zu sichern.„Handreichung zur Umsetzung von Pflegemaßnahmen an Amphibiengewässern“ ist hier zu finden.

Landschaftspflegetag 2021

Kolja Schümann beim Vortrag in der Festhalle. © VIELFALT e.V.

Unter dem Motto „Feldvögel im Offenland-Biotopverbund“ fand am 23.09.2021 der Landschaftspflegetag 2021 in Rottenburg am Neckar (Landkreis Tübingen) statt. Die Tagung stellte Maßnahmen zum Schutz der immer seltener werdenden Vögel dar, zeigte weiteren Handlungsbedarf auf und beleuchtete, wie Schutzmaßnahmen zum landesweiten funktionalen Biotopverbund beitragen können. Auf der Veranstaltungs-Website unter "Weitere Informationen und Downloads" können die Vorträge und Kurzzusammenfassungen dazu runtergeladen werden.

Exkursion am nachmittag in Begleitung von Umweltstaatssekretär Andre Baumann. © VIELFALT e.V.

Nach dem theoretischen Teil am Vormittag fand am Nachmittag eine Exkursion zur Fuß ins Neckartal zwischen Rottenburg und Wurmlingen statt. An ausgewählten Standorten wurden Maßnahmen für Feldvögel und Biotopverbund von Thorsten Teichert, VIELFALT e.V. zusammen mit Akteuren aus Fachverwaltung, Naturschutzverbänden, Landwirtschaft und Kommunen vorgestellt.

Back to the roots und dann ab in die Zukunft: Modellprojekt für landwirtschaftliche Nutzung in Streuobstwiesen gestartet

Streuobstwiesen sind ein prägendes Element unserer Kulturlandschaft und überall im Landkreis zu finden. Um die artenreichen, blumenbunten Flächen auch für die Zukunft zu erhalten, braucht es allerdings eine regelmäßige, fachgerechte Pflege des Aufwuchses. Dies wird auf einigen Flächen bereits von engagierten Landwirt*innen praktiziert, auf vielen anderen Flächen fragen sich aber Wieseneigentümer*innen: wohin mit dem Wiesenaufwuchs? Um diese Situation zu verbessern, hat VIELFALT ein Projekt entlang der Schönbuch-Hänge gestartet, welches Grundstückseigentümer*innen und potenzielle Bewirtschafter*innen miteinander in Kontakt bringen möchte. So sollen Kooperationen entstehen, die den nachhaltigen Erhalt der artenreichen Wiesen sicherstellen und von denen gleichzeitig beide Seiten profitieren: Wieseneigentümer*innen müssen sich nicht mehr fragen, was mit dem Wiesenaufwuchs passieren soll und Tierhalter*innen haben mehr Futter für ihre Tiere zur Verfügung. Eine zukunftsfähige Win-Win-Lösung für die Streuobstwiesen entlang der Schönbuch-Hänge also.
Nähere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Fünf weitere Jahre PLENUM im Landkreis Tübingen – Umweltminister Franz Untersteller lobt großes Engagement zur Stärkung der biologischen Vielfalt

Am 29. Juni 2020 hat Minister Franz Untersteller in feierlichem Rahmen die Urkunde zur Fortführung des PLENUM-Gebiets bis Ende Mai 2025 an Landrat Joachim Walter überreicht. Für die Förderung von Projekten, die dem Naturschutz im Landkreis dienen, stellt das Umweltministerium dafür insgesamt gut 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. „Es ist großartig, was Sie für die Stärkung der biologischen Vielfalt im Land geleistet haben“, würdigte Untersteller bei der Überreichung der Urkunde in Bodelshausen die Tatkraft aller Beteiligten. Es sei nicht selbstverständlich, dass so vielen ehrenamtlich tätigen Menschen beispielsweise die Pflege und der Erhalt von Streuobstwiesen am Herzen liegen würden, fügte Untersteller hinzu. „Aber wir müssen unsere schöne und vielfältige Kulturlandschaft schützen. Neben dem Klimawandel gehört der Verlust der Artenvielfalt zu den drängendsten Aufgaben, die wir in den nächsten Jahren und Jahrzehnten alle gemeinsam meistern müssen.“ Der Minister führte aus, wie es im Landkreis Tübingen zwischen 2013 und 2019 gelungen ist, mit mehr als 280 Projekten (Gesamt-Fördersumme etwa 1,5 Millionen Euro) die Integration des Naturschutzes in regionale Entwicklungsprozesse zu realisieren. Noch dazu habe es vorbildlich funktioniert, Menschen mit Behinderung, psychisch kranke Menschen und Langzeitarbeitslose in diese Prozesse einzubinden und so neue Teilhabe- und Qualifizierungsmöglichkeiten zu schaffen. Auch die erst- und einmalig realisierte Kombination von PLENUM und LEV überzeuge ihn und habe die Kontinuität und den Gesamterfolg maßgebend befördert.Als besondere Leistungen hob er die Unterstützung hervor, die VIELFALT e.V. als PLENUM-Geschäftsstelle bei der Eröffnung des Streuobst-Informationszentrums in Mössingen 2018 und bei der Planung und Umsetzung der Premiumwander- und Premiumspazierwege „Früchtetrauf“ geleistet habe. Gemeinsam mit den fünf Partner-Kommunen würde durch die Wanderwegekonzeption Erholungssuchenden die wertvolle Kulturlandschaft nähergebracht. Besonders lobende Worte fand er dann auch für die Förderung des Streuobstunterrichts an Grundschulen, mit denen die Jüngsten erreicht und ihr Verständnis für das geweckt würde, was es zu schützen gelte. Das Gesamtengagement diene letztlich sehr vielen Flächen in- und außerhalb von Schutzgebieten. Dazu zählen Streuobstwiesen, Magerrasen, eine Vielzahl von FFH-Mähwiesen, die besonderen Lebensräume des Steillagen-Weinbaus mit ihren zahlreichen Trockenmauern und viele andere mehr. Landrat Joachim Walter bestätigte, dass die Fördergelder im Landkreis Tübingen „bestens angelegt“ seien und berichtete begeistert, dass man im Landkreis nach wie vor für „PLENUM lichterloh brenne“. Die Begeisterung, die ihm vor 2013 den nötigen Rückenwind verlieh, das Land von der Eignung des Landkreises als PLENUM-Projektgebiet zu überzeugen, sei ungebrochen. Auch „unter unserem Leitmotto ‚Schützen durch Nützen‘ konnte es gelingen, wertvolle Lebensräume und regionale Kreisläufe sowie den Erhalt unserer Artenvielfalt zu sichern“, hob Walter hervor. Als Beispiel für die erfolgreiche Arbeit im Artenschutz nannte er das PLENUM-geförderte Kooperationsprojekt zum Schutz des europaweit vom Aussterben bedrohten Rebhuhns. Zusammen mit den Projektpartner*innen und vor allem durch den Einsatz der zahlreichen Praxispartner*innen ist es im Rahmen des PLENUM-Projekts gelungen, den kontinuierlichen Rückgang der Rebhuhn-Reviere zu stoppen. Anschaulich skizzierte der Landrat, welche Schwerpunkte das „Regionale Entwicklungskonzept 2020-2025“ vorsieht, welches für die PLENUM-Fortschreibung in einem partizipativen Prozess erarbeitet wurde (einsehbar unter www.vielfalt-kreis-tuebingen.de/download). Es gelte in diesem Sinne, „in allen Bereichen dran zu bleiben“ und insbesondere im Bereich der Regionalvermarktung noch mehr als bisher nach Innovationen zu suchen. Mit seinen anschließenden Ausführungen gab Marcus Hölz, Geschäftsführer der AiS inklusiv gGmbH, einen schönen Einblick, wie PLENUM-Projekte Menschen mit und ohne Behinderung zusammenführen und Streuobstwiesen, die eigene Gastronomie und Regionalläden zu lebendigen Orten der Inklusion machen. Hölz betonte, wie hilfreich bei der Umsetzung seiner Projekte die enge und vertrauensvolle Kooperation sei, von der beide Seiten bisher und sicher auch in Zukunft profitieren würden. Nach einer kleinen Kostprobe aus der regionalen Küche des Café Pausa lud er alle Gäste zu einer Besichtigung der Bodelshäuser „Dorfmosterei“ ein, wo er zusammen mit dem bisherigen Pächter, Willi Kühbauch, die künftige Arbeit der Inklusionsfirma als Dienstleister für alle Streuobstbegeisterten vorstellte. Beide ließen keine Zweifel aufkommen, dass hier ein gesicherter Generationenübergang auf den Weg gebracht wurde. Auch Bürgermeister Uwe Ganzenmüller hatte bei seiner Begrüßung gleich betont, wie froh die Gemeinde sei, dass durch die Übernahme der Mosterei durch die AiS inklusiv gGmbH Stücklesbesitzer*innen auch in Zukunft ihr Streuobst weiterhin vor Ort in Lohn mosten lassen können. Dass hierfür und für andere Projekte in der Vergangenheit und auch in Zukunft Fördermittel des Landes zur Verfügung stehen, freute den Schultes ausdrücklich. Auch der vor der Moste ausgeschenkte Steinlachtäler Most und Cidre weckte die Vorfreude auf viele schöne PLENUM-Produkte und stimmten die Gäste genussvoll auf die zweite PLENUM-Förderperiode ein.

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